Böse Beispiele verderben gute Sitten

Böse Beispiele verderben gute Sitten. 1.Kor.15,33


In 1. Korinther 15,33 warnt der Apostel Paulus:
„Lasst euch nicht verführen! Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten.“

Dieser kurze Satz ist ein eindringlicher Hinweis auf den Einfluss, den Menschen aufeinander ausüben können. Paulus schreibt an die Gemeinde in Korinth, in der es durch falsche Lehren und ein leichtfertiges Verhalten von manchen Gläubigen zu Verwirrung kam. Er macht deutlich: Wer sich mit schlechten Einflüssen umgibt, kann leicht vom rechten Weg abkommen.

„Böse Beispiele“ können vieles sein: Menschen, die lügen, betrügen, Gewalt anwenden oder Verantwortungslosigkeit zeigen; oder solche, die den Glauben nur oberflächlich leben und die Werte der Gemeinschaft missachten. Wenn man diesen Beispielen zu sehr folgt oder sie nachahmt, verändert sich die eigene Haltung – man gewöhnt sich an falsches Verhalten und verliert den Sinn für Moral und Anstand.

Paulus’ Warnung gilt nicht nur für die Korinther damals, sondern auch heute. In Schule, Beruf, Familie oder Freundeskreis können negative Vorbilder unser Denken und Handeln beeinflussen. Deshalb ist es wichtig, kritisch zu prüfen, mit wem wir uns umgeben, und bewusst Menschen und Einflüssen zu wählen, die uns im Guten bestärken. Gute Sitten – also Tugenden wie Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Mitgefühl und Treue – brauchen Pflege und Schutz. Schlechter Umgang kann sie schleichend untergraben.

Doch Paulus gibt auch Hoffnung: Wer sich dieser Gefahr bewusst ist, kann aktive Entscheidungen treffen, um sich zu bewahren. Das bedeutet nicht, andere zu verurteilen, sondern Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Es geht darum, Grenzen zu setzen, auf die innere Stimme zu hören und sich von positiven Vorbildern leiten zu lassen – Menschen, die nach Gottes Willen leben und Gutes fördern.

Die Bibel ermutigt uns, die Kraft der Gemeinschaft zu nutzen. Umgeben wir uns mit Menschen, die Glaube, Hoffnung und Liebe ernst nehmen, werden wir selbst gestärkt. Wer hingegen den Einflüssen des Bösen nachgibt, verliert schnell den Halt und kann die Orientierung verlieren. Paulus’ Satz ist deshalb eine Mahnung zur achtsamen Wahl von Vorbildern und zur bewussten Pflege von Charakter und Moral.

„Böse Beispiele verderben gute Sitten“ erinnert uns daran, dass wir nicht isoliert leben. Unser Umfeld prägt uns. Wer Weisheit und Tugend bewahren will, muss wachsam sein, sich selbst prüfen und die richtigen Impulse aufnehmen – damit das eigene Leben von Liebe, Ehrlichkeit und Gerechtigkeit geprägt bleibt.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert