Warten der Dinge, die da kommen sollen

Warten der Dinge, die da kommen sollen Lukas 21,26

Der Ausdruck „Warten der Dinge, die da kommen sollen“ aus Bibel, Lukas 21,26, steht im Kontext einer apokalyptischen Rede, in der von zukünftigen Ereignissen, Unsicherheit und Erschütterungen die Rede ist. Die Formulierung beschreibt eine Haltung, die zwischen Erwartung, Angst und Ungewissheit angesiedelt ist – ein Zustand, in dem Menschen auf das Kommende blicken, ohne es beeinflussen zu können.

„Warten“ ist hier nicht einfach passives Abwarten, sondern ein gespanntes, oft belastendes In-der-Zukunft-Stehen. Es geht um Situationen, in denen Menschen keine Kontrolle über das haben, was auf sie zukommt. Das „Warten der Dinge“ kann dabei mit Sorge verbunden sein, mit der Ahnung von Veränderungen, die das eigene Leben grundlegend betreffen könnten.

Der Vers macht deutlich, dass diese Erfahrung Teil menschlicher Existenz ist. Zeiten der Unsicherheit gehören dazu – Momente, in denen Orientierung fehlt und die Zukunft unklar erscheint. In solchen Situationen wird das Warten selbst zur Herausforderung, weil es Geduld, Vertrauen und innere Stabilität erfordert.

Gleichzeitig verweist der Text auf eine tieferliegende Dimension des Wartens. Es ist nicht nur ein Zustand der Angst, sondern auch ein Raum der Erwartung. Wer wartet, rechnet mit etwas, das noch nicht eingetreten ist. Damit bleibt die Zukunft offen – nicht endgültig festgelegt durch gegenwärtige Umstände.

So steht „Warten der Dinge, die da kommen sollen“ für eine grundlegende Erfahrung des Menschen im Angesicht der Zukunft: das Spannungsfeld zwischen Ungewissheit und Hoffnung, zwischen Sorge und Erwartung. Es erinnert daran, dass der Mensch nicht alles im Voraus wissen oder kontrollieren kann – und dennoch in der Lage ist, dieser Offenheit mit Vertrauen zu begegnen.

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