Jemanden auf Händen tragen

Jemanden auf Händen tragen Ps 91,11-12; Matthäus 4,6

Der Ausdruck „Jemanden auf Händen tragen“ beschreibt ein Bild von Schutz, Fürsorge und bewahrender Fürbitte. In Psalm 91,11-12 heißt es, dass Gott seine Engel beauftragt. Sie sollen die Gläubigen behüten, sodass sie nicht stolpern oder Schaden erleiden. Das Bild soll zeigen, dass Gott den Menschen beschützt. So, wie jemand, der ein Kind auf Händen trägt – sicher, behutsam und liebevoll. Es vermittelt das Vertrauen, dass Gott selbst in gefährlichen Situationen seine Gläubigen bewahrt.

Matthäus 4,6 greift ein ähnliches Bild auf, als der Teufel Jesus in der Versuchung zitiert. Er spricht davon, dass Gott seine Engel senden würde, um ihn zu tragen, damit er nicht verletzt werde. Hier wird das Bild allerdings verwendet, um zu prüfen, ob Jesus auf Gottes Fürsorge vertraut oder ob er Gottes Macht für eigene Zwecke testen würde. Das „Auf Händen tragen“ steht also auch für die aktive Schutzmacht Gottes. Diese soll aber nicht aus Angst oder Leichtsinn aufgerufen, sondern im Vertrauen gelebt werden.

Theologisch verdeutlicht das Bild, dass Gottes Schutz nicht passiv, sondern aktiv und liebevoll ist. Wer Gott vertraut, kann darauf bauen, dass er behütet wird, selbst wenn Gefahr droht. Gleichzeitig mahnt Matthäus 4,6, dass Vertrauen auf Gottes Fürsorge immer in Übereinstimmung mit Gottes Willen stehen muss; es ist kein Freibrief, riskante Prüfungen herauszufordern.

Zusammengefasst steht „Jemanden auf Händen tragen“ für Gottes liebevolle Bewahrung, Schutz und Fürsorge. Es ist ein Bild, das zeigt, wie Gott seine Menschen hält, stützt und bewahrt – ein Sinnbild für Vertrauen, Geborgenheit und die aktive Hilfe Gottes in allen Lebenslagen.

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