Warten der Dinge, die da kommen sollen aus Lukas 21,26
Die Wendung „Warten der Dinge, die da kommen sollen“ stammt aus der Endzeitrede Jesu im Lukasevangelium. In Lukas 21,26 heißt es: „Die Menschen werden vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die über die Erde kommen sollen; denn die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen.“ Diese Worte beschreiben eine Zeit großer Verunsicherung und Angst angesichts zukünftiger Ereignisse. Die Formulierung hat sich darüber hinaus zu einem Ausdruck für die gespannte Erwartung dessen entwickelt, was die Zukunft bringen wird.
Im Zusammenhang des Lukasevangeliums spricht Jesus über Krisen, Naturereignisse und Erschütterungen, die die Menschen beunruhigen werden. Die gewohnte Ordnung scheint ins Wanken zu geraten, und viele wissen nicht, was sie erwartet. Das „Warten der Dinge, die da kommen sollen“ beschreibt deshalb nicht eine hoffnungsvolle Vorfreude, sondern zunächst eine von Sorge und Unsicherheit geprägte Erwartung. Die Menschen blicken in die Zukunft und fürchten die Veränderungen, die auf sie zukommen könnten.
Diese Erfahrung ist zeitlos. Menschen haben sich zu allen Zeiten gefragt, was die Zukunft bringen wird. Kriege, politische Umbrüche, wirtschaftliche Krisen oder persönliche Schicksalsschläge können Unsicherheit hervorrufen. Oft erscheint die Zukunft unübersichtlich, und das Unbekannte löst Ängste aus. Die Worte aus dem Lukasevangelium greifen diese menschliche Grundsituation auf und schildern sie in eindrucksvollen Bildern.
Die Bibel bleibt jedoch nicht bei der Beschreibung der Angst stehen. Im weiteren Verlauf der Rede Jesu wird deutlich, dass die Gläubigen trotz aller Erschütterungen Hoffnung haben sollen. Während viele Menschen von Furcht ergriffen werden, fordert Jesus seine Jünger auf, aufzusehen und Vertrauen zu bewahren. Die kommenden Ereignisse sind nicht nur Zeichen von Bedrohung, sondern auch Hinweise darauf, dass Gottes Handeln in der Geschichte wirksam bleibt.
Die Redewendung „Warten der Dinge, die da kommen sollen“ hat deshalb eine doppelte Bedeutung. Einerseits beschreibt sie die Unsicherheit des Menschen angesichts einer unbekannten Zukunft. Andererseits verweist sie auf die Notwendigkeit, dieser Zukunft mit Zuversicht zu begegnen. Die Frage ist nicht nur, was kommen wird, sondern auch, mit welcher Haltung man den kommenden Ereignissen entgegentritt.
Im Alltag begegnet dieser Gedanke häufig. Menschen warten auf wichtige Entscheidungen, auf Veränderungen im Berufsleben, auf politische Entwicklungen oder auf persönliche Wendepunkte. Nicht selten sind solche Zeiten von Spannung und Ungewissheit geprägt. Die biblische Botschaft erinnert daran, dass Angst allein keine Antwort auf die Zukunft ist. Sie ermutigt dazu, trotz aller Unsicherheit Vertrauen, Hoffnung und innere Standhaftigkeit zu bewahren.
Gerade in einer Zeit rascher Veränderungen hat diese Aussage nichts von ihrer Aktualität verloren. Technologische Entwicklungen, gesellschaftliche Umbrüche und globale Herausforderungen lassen viele Menschen fragen, was die kommenden Jahre bringen werden. Die Worte Jesu zeigen, dass solche Fragen zum menschlichen Leben gehören, zugleich aber nicht in Resignation führen müssen.
Die Wendung „Warten der Dinge, die da kommen sollen“ aus Lukas 21,26 beschreibt die gespannte Erwartung zukünftiger Ereignisse. Sie bringt die menschliche Erfahrung von Unsicherheit und Sorge zum Ausdruck. Zugleich verweist die biblische Botschaft darauf, dass Hoffnung und Vertrauen stärker sein können als Angst. Die Zukunft bleibt unbekannt, doch der Mensch ist aufgerufen, ihr mit Mut und Zuversicht entgegenzugehen.