Zum Teufel gehen

Zum Teufel gehen

Der Ausdruck „zum Teufel gehen“ gehört zu den umgangssprachlichen Redewendungen, die ihren Ursprung in der religiösen Vorstellung von Gut und Böse haben. Wörtlich genommen bedeutet er so viel wie „verloren gehen“ oder „dem Bösen anheimfallen“. Im heutigen Sprachgebrauch wird die Wendung jedoch meist bildhaft und oft auch emotional verwendet, um auszudrücken, dass etwas schiefgeht, verloren ist oder als wertlos angesehen wird.

In diesem Sinn kann „zum Teufel gehen“ verschiedene Bedeutungen haben: Es kann sich auf Dinge beziehen, die kaputtgehen oder misslingen, auf Pläne, die scheitern, oder auch auf Beziehungen, die zerbrechen. Die Redewendung bringt dabei eine gewisse Endgültigkeit zum Ausdruck – etwas ist nicht mehr zu retten oder entzieht sich der Kontrolle.

Gleichzeitig wird die Formulierung häufig in einem impulsiven oder gefühlsbetonten Kontext verwendet, etwa als Ausdruck von Ärger, Enttäuschung oder Frustration. Sie ist weniger als ernst gemeinte theologische Aussage zu verstehen, sondern vielmehr als sprachliches Bild, das eine starke innere Reaktion transportiert.

Im Hintergrund steht dennoch die alte Vorstellung vom „Teufel“ als Symbol für das Böse, das Zerstörerische oder Trennende. „Zum Teufel gehen“ kann daher auch sinnbildlich für das Abgleiten in etwas stehen, das als negativ oder destruktiv empfunden wird.

So zeigt die Redewendung, wie sich religiöse Bilder in die Alltagssprache eingebettet haben und dort in übertragener Weise weiterleben. Sie verbindet einen Ausdruck von Emotion mit einer tief verwurzelten symbolischen Bedeutung und macht deutlich, wie Sprache auch dann noch von alten Vorstellungen geprägt ist, wenn sie im Alltag ganz selbstverständlich verwendet wird.

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