Vom Stamme Nimm sein 4. Mose 13,9
Der Ausdruck „Vom Stamme Nimm sein“ geht auf den biblischen Bericht im Buch Numeri (4. Mose 13,9) zurück. Dort wird im Zusammenhang mit der Erkundung des verheißenen Landes eine Liste von Kundschaftern genannt, die aus verschiedenen Stämmen Israels stammen. Einer dieser Männer ist Josua, der hier als „Sohn Nuns“ bezeichnet wird.
„Nimm“ bzw. „Nun“ ist dabei kein Aufruf, etwas zu nehmen, sondern ein Eigenname. Der Ausdruck „vom Stamme Nimm sein“ bedeutet daher, dass jemand aus einer bestimmten Familie oder Abstammungslinie stammt – konkret aus dem Haus des Nuns. In der biblischen Namensgebung ist es üblich, Personen über ihren Vater oder ihre Herkunft zu identifizieren, um ihre Zugehörigkeit innerhalb des Volkes Israel zu verdeutlichen.
Im übertragenen Sinn hat sich die Wendung im Deutschen zu einer Redensart entwickelt, die Herkunft oder Abstammung beschreibt, oft mit einem leicht humorvollen oder ungewöhnlichen Klang. Sie wird verwendet, um darauf hinzuweisen, aus welcher „Familie“ oder welchem „Stamm“ jemand kommt, ohne dabei eine tiefere inhaltliche Bedeutung zu transportieren.
Im biblischen Kontext verweist die Nennung der Abstammung jedoch auf mehr als nur genealogische Information. Sie ordnet die Person in die Geschichte des Volkes ein und macht deutlich, dass individuelle Aufgaben und Berufungen innerhalb eines größeren Zusammenhangs stehen. Josua selbst wird später zu einer wichtigen Führungsperson, die das Volk Israel in das verheißene Land führt.
So zeigt der Ausdruck „vom Stamme Nimm sein“ sowohl die Bedeutung von Herkunft und Zugehörigkeit im biblischen Denken als auch die Art und Weise, wie Namen und Abstammung zur Identifikation von Personen verwendet werden.
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