Wenn das schon am grünen Holz geschieht

Wenn das schon am grünen Holz geschieht Lukas 23,31

Der Ausdruck „Wenn das schon am grünen Holz geschieht“ stammt aus Lukas 23,31, wo Jesus auf dem Weg zur Kreuzigung zu den weinenden Frauen von Jerusalem spricht: „Denn wenn man das tut am grünen Holz, was wird am dürren werden?“

Dieses Bild ist eine Gleichnisrede. Das „grüne Holz“ steht für etwas Lebendiges, Unschuldiges und noch Kraftvolles – in diesem Zusammenhang für Jesus selbst, der ohne Schuld ist. Das „dürre Holz“ dagegen symbolisiert das Verdorrte, Schuldige oder Gerichtswürdige, also die Menschen, die sich von Gott entfernt haben.

Mit diesen Worten macht Jesus deutlich: Wenn schon einem Unschuldigen wie ihm solches Leid widerfährt, wie viel schwerer wird das Gericht für diejenigen sein, die schuldig sind und Gottes Willen ablehnen? Es ist eine ernste Warnung, die zugleich zur Umkehr und Besinnung aufruft.

Theologisch zeigt der Ausdruck, dass Gottes Gerechtigkeit ernst ist und dass menschliches Verhalten Konsequenzen hat. Gleichzeitig wird deutlich, dass Jesus selbst das Leid trägt, obwohl er unschuldig ist – ein Hinweis auf sein stellvertretendes Leiden. Das Bild vom grünen und dürren Holz verdeutlicht den Gegensatz zwischen Unschuld und Schuld, Leben und Gericht.

Zusammengefasst bedeutet „Wenn das schon am grünen Holz geschieht“, dass ein Beispiel von Leid oder Gericht an einem Unschuldigen die Schwere dessen zeigt, was andere erwartet. Es ist ein Bild für Warnung, Ernsthaftigkeit und die Notwendigkeit, das eigene Leben zu prüfen und sich Gott zuzuwenden.

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