Ihre Zahl ist Legion Markus 5,9; Lukas 8,30
Kategorie: Z
Bibelsprüche, die mit z beginnen
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Zachäus auf allen Kirchweihen
Zachäus auf allen Kirchweihen Lukas 19,1-10
Die Erzählung von Zachäus im Lukas (Lukas 19,1–10) gehört zu den bekanntesten Begegnungsgeschichten mit Jesus Christus. Der Ausdruck „Zachäus auf allen Kirchweihen“ ist dabei kein wörtliches Bibelzitat, sondern eine sinnbildliche Formulierung, die auf die Geschichte anspielt: Zachäus möchte Jesus sehen, ist aber klein von Gestalt und steigt deshalb auf einen Baum, um einen besseren Überblick zu haben.
Das Bild „auf allen Kirchweihen“ kann man als Ausdruck für das Unterwegssein, das Dabeisein und das Suchen nach Orientierung verstehen. Kirchweihen sind Orte und Anlässe, an denen Menschen zusammenkommen, sich begegnen und Eindrücke sammeln. Übertragen auf Zachäus beschreibt es seine Situation als jemand, der am Rand steht und dennoch unbedingt sehen und teilhaben möchte.
Zachäus ist Zöllner und damit eine Person, die gesellschaftlich eher am Rand steht und wenig angesehen ist. Trotzdem zeigt er Interesse und Neugier. Sein Aufstieg auf den Baum wird zu einem Zeichen seines inneren Anliegens: Er will über seine eigene Position hinausblicken und Jesus begegnen. Diese Bewegung – vom Rand hin zur Begegnung – ist ein zentrales Motiv der Erzählung.
Die Begegnung mit Jesus führt schließlich zu einer Veränderung in Zachäus’ Leben. Er wird angesprochen, angenommen und reagiert mit der Bereitschaft zur Umkehr und zur Wiedergutmachung. Aus der neugierigen Beobachtung wird eine persönliche Begegnung mit Folgen für sein Handeln.
So kann der Ausdruck „Zachäus auf allen Kirchweihen“ bildhaft für eine suchende Haltung stehen: jemand, der aufmerksam ist, sich umsieht und offen bleibt für neue Perspektiven. Die Geschichte zeigt, dass aus solchem Suchen eine echte Begegnung entstehen kann, die das Leben nachhaltig verändert.
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Die Zeichen der Zeit erkennen
Die Zeichen der Zeit erkennen Matthäus 16,3
Der Ausdruck „Die Zeichen der Zeit erkennen“ aus Bibel (Matthäus 16,3) stammt aus einer Auseinandersetzung von Jesus Christus mit seinen Zeitgenossen, in der es um die Fähigkeit geht, das gegenwärtige Geschehen richtig einzuordnen und zu deuten.
Mit den „Zeichen der Zeit“ sind Entwicklungen, Ereignisse oder Beobachtungen gemeint, die auf größere Zusammenhänge hinweisen. Im alltäglichen Leben bedeutet dies, aufmerksam wahrzunehmen, was um einen herum geschieht, und daraus Schlussfolgerungen zu ziehen. So wie Menschen anhand von Naturbeobachtungen das Wetter einschätzen können, sollen sie auch in gesellschaftlichen oder geistigen Fragen sensibel für Zusammenhänge sein.
Im biblischen Kontext wird den Zuhörern vorgeworfen, dass sie zwar das Wetter anhand äußerer Anzeichen deuten können, aber die tiefergehenden geistlichen Zeichen nicht erkennen. Damit wird eine Diskrepanz zwischen äußerer Wahrnehmung und innerem Verständnis angesprochen. Es geht nicht nur um Wissen, sondern um Einsicht und Urteilsvermögen.
„Die Zeichen der Zeit erkennen“ bedeutet daher, über das Offensichtliche hinauszuschauen und Entwicklungen in ihrem größeren Zusammenhang zu verstehen. Es erfordert Aufmerksamkeit, Nachdenken und die Bereitschaft, Zusammenhänge nicht nur oberflächlich, sondern tiefer zu betrachten.
So steht der Satz für eine Haltung der Wachsamkeit und des differenzierten Denkens. Er lädt dazu ein, das eigene Wahrnehmen zu schärfen und sich nicht allein auf Gewohnheiten oder spontane Eindrücke zu verlassen, sondern die Zeichen der Zeit bewusst zu deuten und daraus verantwortungsvolle Schlüsse zu ziehen.
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Es geschehen noch Zeichen und Wunder
Es geschehen noch Zeichen und Wunder. 2.Mose 7,3
Der Ausdruck „Es geschehen noch Zeichen und Wunder“ wird im biblischen Zusammenhang mit Bibel und Stellen wie 2. Mose 7,3 verbunden, wo außergewöhnliche, göttlich gewirkte Ereignisse angekündigt und beschrieben werden. Im Buch Exodus treten solche „Zeichen und Wunder“ besonders im Kontext der Befreiung des Volkes Israel aus Ägypten auf.
„Zeichen und Wunder“ sind dabei nicht einfach ungewöhnliche Ereignisse, sondern Handlungen, die auf eine tiefere Bedeutung verweisen. Sie sollen auf etwas Größeres hinweisen, nämlich auf das Wirken Gottes in der Geschichte. Die Wunder, die in den Erzählungen beschrieben werden, haben daher immer auch eine symbolische Dimension: Sie zeigen Macht, setzen Zeichen gegen Unterdrückung und machen deutlich, dass das Geschehen nicht allein menschlich erklärbar ist.
Der Satz „Es geschehen noch Zeichen und Wunder“ hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch als Ausdruck für Überraschung und Staunen über unerwartete Ereignisse etabliert. Er wird oft verwendet, wenn etwas geschieht, das man nicht mehr für möglich gehalten hätte oder das die eigenen Erwartungen übertrifft.
Im biblischen Sinn erinnert die Formulierung daran, dass die Welt nicht nur von berechenbaren Abläufen geprägt ist, sondern dass es auch Ereignisse geben kann, die über das Gewohnte hinausgehen. Sie laden dazu ein, offen zu bleiben für das Unerwartete und die Möglichkeit, dass sich Situationen auf überraschende Weise wenden können.
So verbindet der Satz eine religiöse Aussage über göttliches Handeln mit einer allgemeinen Erfahrung von Staunen und Überraschung. Er steht für die Einsicht, dass das Leben nicht vollständig planbar ist und dass es immer wieder Momente geben kann, die neue Perspektiven eröffnen.
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Alles zu seiner Zeit
Alles zu seiner Zeit Prediger Salomo 3,1.11
Der Satz „Alles zu seiner Zeit“ aus Bibel (Prediger 3,1.11) stammt aus dem Buch Prediger und bringt eine grundlegende Einsicht über den Verlauf des Lebens und der Welt zum Ausdruck. In diesem Abschnitt wird beschrieben, dass es für alles einen bestimmten Zeitpunkt und eine eigene Ordnung gibt.
Die Aussage macht deutlich, dass das Leben aus unterschiedlichen Phasen besteht, die jeweils ihre eigene Bedeutung haben. Es gibt Zeiten des Anfangs und des Endes, Zeiten des Aufbaus und des Loslassens, Zeiten der Freude und der Trauer. Jede dieser Zeiten hat ihren Platz und erfüllt eine bestimmte Funktion im Gesamtzusammenhang des Lebens.
Der Zusatz in Prediger 3,11 betont zudem, dass Gott „alles schön gemacht hat zu seiner Zeit“. Damit wird die zeitliche Ordnung nicht als zufällig, sondern als sinnvoll und in sich stimmig dargestellt. Auch wenn Menschen nicht immer den gesamten Zusammenhang überblicken können, wird angedeutet, dass es eine übergeordnete Ordnung gibt, die die verschiedenen Zeiten miteinander verbindet.
„Alles zu seiner Zeit“ kann daher auch als Einladung verstanden werden, Geduld zu haben und den richtigen Moment abzuwarten. Nicht alles lässt sich erzwingen oder beschleunigen. Manche Dinge entfalten ihre Wirkung erst dann, wenn ihre Zeit gekommen ist. Diese Einsicht kann helfen, mit Veränderungen, Verzögerungen oder Übergängen gelassener umzugehen.
So steht der Satz für eine Haltung des Vertrauens und der Besonnenheit. Er erinnert daran, dass das Leben in Rhythmen verläuft und dass jede Phase ihre eigene Bedeutung hat. Anstatt alles sofort erreichen zu wollen, lädt er dazu ein, den jeweiligen Moment bewusst wahrzunehmen und anzunehmen.
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Kaufet die Zeit aus
Kaufet die Zeit aus. Eph.5,16; Kol.4,5
Der Satz „Kaufet die Zeit aus“ aus Bibel (Epheser 5,16; Kolosser 4,5) stammt aus den Briefen des Paulus von Tarsus und enthält eine Aufforderung zum bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit der Zeit.
„Die Zeit auskaufen“ ist eine bildhafte Formulierung, die nicht im wirtschaftlichen Sinn zu verstehen ist, sondern als Einladung, die verfügbare Zeit sinnvoll zu nutzen. Gemeint ist, Gelegenheiten zu erkennen und sie nicht verstreichen zu lassen. Zeit wird hier als wertvolle Ressource betrachtet, die nicht beliebig wiederkehrend ist und daher bewusst gestaltet werden sollte.
Im Kontext der biblischen Texte wird diese Aufforderung mit dem Hinweis verbunden, achtsam zu leben und klug zu handeln. Es geht darum, die vorhandenen Möglichkeiten zu nutzen, Prioritäten zu setzen und sich nicht von Unachtsamkeit oder Gleichgültigkeit leiten zu lassen. Die Zeit soll nicht vergeudet, sondern im Sinne eines verantwortlichen Lebens eingesetzt werden.
Der Gedanke steht auch im Zusammenhang mit der Vergänglichkeit menschlicher Lebenszeit. Da Zeit begrenzt ist, kommt ihr ein besonderer Wert zu. „Kaufet die Zeit aus“ kann daher als Erinnerung verstanden werden, den gegenwärtigen Moment ernst zu nehmen und ihn sinnvoll zu gestalten, anstatt ihn ungenutzt verstreichen zu lassen.
So beschreibt der Satz eine Haltung der Wachsamkeit, Klugheit und Zielgerichtetheit. Er lädt dazu ein, bewusst mit der eigenen Zeit umzugehen, Chancen zu erkennen und das Leben aktiv zu gestalten, anstatt es dem Zufall oder der Unachtsamkeit zu überlassen.
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Schicket euch in die Zeit
Schicket euch in die Zeit Römer 12,11
Der Satz „Schicket euch in die Zeit“ aus Bibel (Römer 12,11) stammt aus dem Römerbrief und ist Teil einer Reihe von Ermahnungen des Paulus von Tarsus zum praktischen Leben im Glauben.
„Sich in die Zeit schicken“ bedeutet, sich an die Gegebenheiten der jeweiligen Zeit anzupassen, ohne dabei die eigenen Überzeugungen und Werte zu verlieren. Es geht um eine Haltung der Flexibilität und der Aufmerksamkeit gegenüber den Umständen, in denen man lebt. Die Zeit, in der man sich befindet, ist geprägt von bestimmten Herausforderungen, Möglichkeiten und Rahmenbedingungen, auf die man sinnvoll reagieren soll.
Im biblischen Zusammenhang ist damit nicht gemeint, sich passiv den Umständen zu unterwerfen, sondern bewusst und verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen. „Sich schicken“ hat den Sinn von sich einfügen, sich ausrichten und sein Verhalten so gestalten, dass es der jeweiligen Situation angemessen ist. Dazu gehört auch, Prioritäten zu setzen und das eigene Handeln klug zu wählen.
Der Vers steht zudem in Verbindung mit weiteren Aufforderungen wie Eifer, Freude und Beständigkeit im Handeln. Dadurch wird deutlich, dass „sich in die Zeit schicken“ nicht Stillstand bedeutet, sondern aktives, bewusstes Leben im Einklang mit den gegebenen Umständen.
So lädt der Satz dazu ein, die eigene Zeit und die eigene Lebenssituation realistisch wahrzunehmen und sich verantwortungsvoll darin zu bewegen. Er verbindet Anpassungsfähigkeit mit innerer Haltung und erinnert daran, das Leben nicht unabhängig von den äußeren Bedingungen zu führen, sondern bewusst innerhalb dieser Bedingungen zu gestalten.
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Zunehmen an Alter und Weisheit
Zunehmen an Alter und Weisheit Lukas 2,52
Der Satz „Zunehmen an Alter und Weisheit“ aus Bibel (Lukas 2,52) beschreibt die Entwicklung von Jesus Christus in seiner Jugend. Im Lukas wird berichtet, dass Jesus nicht nur körperlich heranwuchs, sondern sich zugleich in seiner inneren Reife und in seinem Verständnis entwickelte.
Der Vers zeigt, dass menschliches Wachstum mehrere Dimensionen hat. „Alter“ steht dabei für das natürliche, körperliche Heranwachsen, das jeder Mensch im Laufe der Zeit durchläuft. „Weisheit“ hingegen verweist auf die geistige und charakterliche Entwicklung, auf Einsicht, Urteilsvermögen und ein zunehmend verantwortungsbewusstes Handeln.
Die Verbindung beider Aspekte macht deutlich, dass äußeres und inneres Wachstum zusammengehören. Ein Mensch soll nicht nur älter werden, sondern auch an Einsicht, Erfahrung und Reife gewinnen. Weisheit entsteht dabei nicht allein durch Wissen, sondern durch die Fähigkeit, Erfahrungen zu deuten, Zusammenhänge zu erkennen und das eigene Handeln danach auszurichten.
Der Vers kann daher als Vorbild verstanden werden: Entwicklung ist ein ganzheitlicher Prozess, der Zeit, Lernen und Auseinandersetzung mit der eigenen Umwelt umfasst. Wachstum geschieht nicht plötzlich, sondern Schritt für Schritt im Verlauf des Lebens.
So erinnert „Zunehmen an Alter und Weisheit“ daran, dass Reife ein Ziel menschlicher Entwicklung ist. Es lädt dazu ein, das eigene Leben bewusst zu gestalten, Erfahrungen zu reflektieren und sowohl äußerlich als auch innerlich zu wachsen.
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Die Zunge klebt am Gaumen
Die Zunge klebt am Gaumen Psalm 22,16; Klagelieder 4,4
Der Ausdruck „Die Zunge klebt am Gaumen“ aus Bibel (Psalm 22,16; Klagelieder 4,4) beschreibt in bildhafter Sprache einen Zustand großer Not, insbesondere von Durst, Erschöpfung und Hilflosigkeit. In den genannten Texten wird damit eine extreme körperliche und zugleich existenzielle Belastung ausgedrückt.
Im Psalmen findet sich diese Formulierung im Kontext eines tiefen Klagegebets. Sie verdeutlicht das Gefühl, am Rand der eigenen Kräfte zu sein. Die Sprache ist dabei bewusst drastisch, um die Intensität des Leidens nachvollziehbar zu machen. Auch in den Klagelieder wird ein ähnlicher Zustand beschrieben, der die Folgen von Hunger, Durst und Verzweiflung im Angesicht von Not und Bedrängnis zeigt.
Das Bild der „klebenden Zunge“ steht dabei sinnbildlich für einen Menschen, der kaum noch sprechen kann, dessen Kräfte schwinden und der auf Hilfe angewiesen ist. Es geht nicht nur um körperlichen Durst, sondern auch um das Gefühl, ausgeliefert zu sein und keine eigene Handlungsmöglichkeit mehr zu haben.
Gleichzeitig gehört diese bildhafte Sprache in den Kontext des Gebets und der Klage. Sie ist Ausdruck dessen, was Menschen vor Gott bringen, wenn sie in Not sind. Das Benennen der eigenen Schwäche und Bedürftigkeit wird so zu einem zentralen Moment der Beziehung zwischen Mensch und Gott.
So steht der Satz für eine tiefgehende Erfahrung von Grenzsituationen im Leben. Er macht deutlich, wie Sprache genutzt wird, um extreme Zustände auszudrücken, und erinnert daran, dass auch in solchen Momenten Klage, Ausdruck und das Suchen nach Hilfe einen Platz haben.
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Seine Zunge im Zaum halten
Seine Zunge im Zaum halten Jak 1,26
Der Satz „Seine Zunge im Zaum halten“ aus Bibel (Jakobus 1,26) stammt aus dem Jakobusbrief und gehört zu den grundlegenden ethischen Anweisungen des Jakobus der Gerechte.
Die Formulierung „die Zunge im Zaum halten“ ist ein bildhafter Ausdruck dafür, die eigenen Worte bewusst zu kontrollieren. Die Zunge steht hier sinnbildlich für das Sprechen, für das, was ein Mensch sagt, äußert und weitergibt. „Im Zaum halten“ erinnert an das Lenken und Bändigen eines Tieres und verdeutlicht, dass Worte nicht unkontrolliert, sondern mit Bedacht eingesetzt werden sollen.
Im Kontext des Jakobusbriefes wird deutlich, dass Sprache eine große Wirkung haben kann. Worte können aufbauen oder verletzen, Wahrheit vermitteln oder täuschen. Daher wird die Fähigkeit zur Selbstkontrolle im Reden als ein wichtiger Teil eines verantwortlichen Lebens verstanden. Wer seine Zunge nicht zügelt, läuft Gefahr, durch unbedachte oder widersprüchliche Aussagen das eigene Handeln und den eigenen Glauben zu entwerten.
Der Vers verbindet äußeres Verhalten mit innerer Haltung: Echtheit zeigt sich nicht nur im Tun, sondern auch im Sprechen. Ein Mensch, der seine Zunge im Zaum hält, bemüht sich um Aufrichtigkeit, Maß und Rücksicht im Umgang mit anderen.
So steht der Satz für die Einsicht, dass Worte Gewicht haben und bewusst gewählt werden sollten. Er lädt dazu ein, achtsam zu sprechen, nicht vorschnell zu urteilen und die eigene Rede an Maßstäben von Verantwortung, Wahrhaftigkeit und Respekt auszurichten.
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In den letzten Zügen liegen
In den letzten Zügen liegen Lk 8,42
Der Ausdruck „In den letzten Zügen liegen“ wird im Zusammenhang mit Bibel (Lukas 8,42) häufig mit der Situation der Tochter des Jairus in Verbindung gebracht, wie sie im Lukas beschrieben wird. Dort wird von einem Kind berichtet, das schwer krank ist und dem Tod nahe scheint.
„In den letzten Zügen liegen“ ist eine bildhafte Redewendung, die einen Zustand äußerster Schwäche und Lebensgefahr beschreibt. Gemeint ist eine Situation, in der ein Mensch nur noch wenig Kraft hat und das Ende des Lebens unmittelbar bevorsteht. Die Formulierung greift dabei die Vorstellung von Atemzügen auf, die sich verlangsamen oder unregelmäßig werden, wenn ein Mensch im Sterben liegt.
Im biblischen Kontext wird diese Situation nicht nur als medizinischer Zustand dargestellt, sondern auch als Anlass für eine Begegnung mit Jesus Christus. Die Not der betroffenen Familie führt dazu, dass Hilfe gesucht wird und Vertrauen auf Rettung gesetzt wird. Die Erzählung zeigt, dass gerade in scheinbar aussichtslosen Situationen Hoffnung und Hilfe thematisiert werden.
Im übertragenen Sinn wird der Ausdruck heute verwendet, um Situationen zu beschreiben, die sich ihrem Ende nähern oder in denen kaum noch Hoffnung auf Besserung besteht. Dabei kann es sich sowohl um Menschen als auch um Projekte, Vorhaben oder Zustände handeln, die kurz vor ihrem Abschluss oder ihrem Ende stehen.
So steht „in den letzten Zügen liegen“ für eine Grenzsituation des Lebens, in der die Endlichkeit besonders deutlich wird. Gleichzeitig erinnert der biblische Zusammenhang daran, dass solche Momente oft mit Fragen nach Hilfe, Vertrauen und neuer Perspektive verbunden sind.
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Auf keinen grünen Zweig kommen
Auf keinen grünen Zweig kommen stammt aus Hiob 15,32; in der Übersetzung nach Luther 2017 heißt es: „32 Er verwelkt noch vor der Zeit, und sein Zweig wird nicht mehr grünen.“
Vom Scheitern und Hoffen
Die Redewendung „auf keinen grünen Zweig kommen“ benutzen wir oft, wenn jemand im Leben trotz Mühe keinen Erfolg hat. Sie beschreibt Menschen, die sich anstrengen, aber nicht vorankommen – sei es im Beruf, im Geld oder im persönlichen Glück. Der Ausdruck klingt alltäglich, aber er hat tiefere Wurzeln. Schon in der Bibel finden sich Bilder, die dem sehr ähnlich sind. Besonders im Buch Hiob wird dieses Thema eindrucksvoll aufgegriffen.
Woher kommt die Redewendung
„Auf keinen grünen Zweig kommen“ stammt ursprünglich aus der Sprache der Natur. Ein „grüner Zweig“ steht sinnbildlich für Wachstum, Leben, Hoffnung und Erfolg. Wenn ein Baum oder Strauch grüne Zweige treibt, ist das ein Zeichen von Lebenskraft und Zukunft.
Wer dagegen „auf keinen grünen Zweig kommt“, dessen Leben gleicht einem dürren, abgestorbenen Baum – nichts wächst, nichts blüht, alles scheint festgefahren. Diese Redewendung beschreibt also nicht nur Misserfolg, sondern auch ein Gefühl von Stillstand und Verzweiflung.
Bezug zu Hiob 15,32
Im Buch Hiob findet sich ein ähnliches Bild. Dort heißt es in Hiob 15,32 über den Gottlosen: „Er wird nicht grün bleiben; seine Zweige werden verdorren, ehe ihre Zeit kommt.“
Diese Worte stammen aus der Rede von Elifas, einem der Freunde Hiobs. Elifas behauptet, dass Menschen, die sich gegen Gott stellen oder ungerecht handeln, keinen Bestand haben. Ihr Leben gleicht einem Baum, dessen Zweige verdorren, bevor er Frucht tragen kann.
Das ist im Grunde das biblische Bild von jemandem, der „auf keinen grünen Zweig kommt“. Der Gottlose, sagt Elifas, wird keinen Erfolg haben, weil sein Tun nicht im Einklang mit Gott steht. Ohne Gottes Segen gibt es kein echtes Wachstum.
Mühe ohne Erfolg
Doch das Buch Hiob zeigt zugleich, dass diese Sicht zu kurz greift.
Hiob ist kein Gottloser, und trotzdem verliert er alles: Besitz, Familie, Gesundheit.
Er kommt – menschlich gesehen – auch „auf keinen grünen Zweig“.Das führt zur zentralen Frage des Buches:
Warum leiden auch Gerechte?
Warum scheinen manche trotz Glauben und Fleiß zu scheitern?Hiob ringt mit Gott um eine Antwort. Er erkennt: Nicht jeder Misserfolg ist eine Strafe, und nicht jedes Unglück ein Zeichen von Schuld. Manchmal bleibt der grüne Zweig verborgen, weil das Leben Prüfungen enthält, die wir nicht sofort verstehen.
Ein grüner Zweig als Symbol der Hoffnung
Trotz allem bleibt im Buch Hiob ein Hoffnungszeichen:
Am Ende wendet sich Hiobs Schicksal. Er erkennt, dass wahres Wachstum nicht im äußeren Erfolg, sondern im Glauben und Vertrauen auf Gott liegt.So kann man sagen: Wer nur auf äußeren Erfolg schaut, kann leicht das Gefühl haben, „auf keinen grünen Zweig zu kommen“.
Wer aber Gott vertraut, entdeckt, dass der „grüne Zweig“ manchmal innerlich wächst – als Reife, Geduld und Glaube.
Der grüne Zweig wird so zum Zeichen der Hoffnung, dass auch aus Leid neues Leben entstehen kann.
Das heißt für heute:
In unserer Zeit erleben viele Menschen, dass ihre Mühe oft nicht sofort Früchte trägt. Man arbeitet, kämpft, hofft – und trotzdem scheinen die Erfolge ausbleiben.
Der Satz „Ich komme einfach auf keinen grünen Zweig“ drückt diese Erfahrung sehr gut aus.Doch die biblische Sicht lädt dazu ein, tiefer zu schauen:
Manchmal ist das, was verdorrt scheint, nur eine Phase des Wartens. Auch in einem kahlen Baum steckt noch Leben – und zur rechten Zeit kann wieder ein grüner Zweig wachsen.Wer sein Vertrauen nicht allein auf Leistung und Glück setzt, sondern auf Gott, darf darauf hoffen, dass sein Leben Früchte trägt – auch wenn das Wachsen Zeit braucht.
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Die Redewendung „auf keinen grünen Zweig kommen“ beschreibt ein Gefühl der Ohnmacht und des Scheiterns. Doch im Licht von Hiob 15,32 bekommt sie eine tiefere Bedeutung: Der wahre „grüne Zweig“ wächst nicht allein aus eigener Kraft, sondern aus der Verbindung mit Gott.
Auch wenn manches im Leben verdorrt scheint, kann aus dem Glauben neues Leben entstehen.
Denn wo Vertrauen ist, da kann Hoffnung wieder ausschlagen –
wie ein Zweig, der nach dem Winter plötzlich wieder grün wird. -
Buchstabe Z
Zachäus auf allen Kirchweihen
Zachäus auf allen Kirchweihen Lukas 19,1-10
Die Zeichen der Zeit erkennen
Die Zeichen der Zeit erkennen Matthäus 16,3
Es geschehen noch Zeichen und Wunder
Es geschehen noch Zeichen und Wunder. 2.Mose 7,3
Alles zu seiner Zeit
Alles zu seiner Zeit Prediger Salomo 3,1.11
Kaufet die Zeit aus
Kaufet die Zeit aus. Eph.5,16; Kol.4,5
Schicket euch in die Zeit
Schicket euch in die Zeit Römer 12,11
Die Schale des Zorns ausgießen
Die Schale des Zorns ausgießen Offb.15,7
Zunehmen an Alter und Weisheit
Zunehmen an Alter und Weisheit Lukas 2,52
Die Zunge klebt am Gaumen
Die Zunge klebt am Gaumen Psalm 22,16; Klagelieder 4,4
Seine Zunge im Zaum halten
Seine Zunge im Zaum halten Jak 1,26
In den letzten Zügen liegen
In den letzten Zügen liegen Lk 8,42
Auf keinen grünen Zweig kommen
Auf keinen grünen Zweig kommen stammt aus Hiob 15,32; in der Übersetzung nach Luther 2017 heißt es: „32 Er verwelkt noch vor der Zeit, und sein Zweig wird nicht mehr grünen.“