Vergelts Gott!

Der Ausdruck „Vergelts Gott!“ ist ein traditioneller Segens- und Dankesruf. Er bedeutet wörtlich: „Möge Gott dir vergelten“ Oder auch „Möge Gott dir Gutes zurückgeben für das, was du getan hast.“ Damit verbinden Menschen Dankbarkeit mit dem Vertrauen, dass Gott Gerechtigkeit und Anerkennung schenkt. Auch dann wenn sie selbst nicht in der Lage sind, das Gute zu erwidern.

In Matthäus 6,4 spricht Jesus über das Geben an Bedürftige:

„Damit dein Geben im Verborgenen geschieht. Und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir vergelten.“

Hier geht es um uneigennützige Hilfe. Wer Gutes tut, sollte nicht auf öffentliche Anerkennung hoffen. Sie/er darf darauf vertrauen, dass Gott das Werk sieht und belohnt. „Vergelt’s Gott!“ spiegelt genau dieses Prinzip wider. Es ist ein Ausdruck des Vertrauens, dass Gott jede gute Tat registriert und in seiner Barmherzigkeit vergelten wird. Sei es durch Segen, Schutz oder geistliche Belohnung.

Der Satz zeigt auch eine Haltung der Demut: Wir überlassen die endgültige Abrechnung nicht uns selbst, sondern vertrauen auf Gottes Gerechtigkeit. Gleichzeitig ist es eine Form des Segens: Wer „Vergelt’s Gott“ sagt, wünscht dem anderen das Gute Gottes, statt nur eigene Dankbarkeit zu äußern.

Kurz gesagt: „Vergelts Gott!“ vereint Dankbarkeit, Demut und Vertrauen in Gottes Gerechtigkeit. Es erinnert uns daran, dass gute Taten, auch wenn sie unbeachtet bleiben, von Gott gesehen und belohnt werden. Und dass jeder, der Gutes tut, auf Gottes Vergeltung hoffen darf.

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