Krethi und Plethi beisammen. 2 Sam 8,18
Der Ausdruck „Krethi und Plethi beisammen“ stammt aus 2. Samuel 8,18. Er bezieht sich auf Gruppen von Gefolgsleuten im Umfeld von König David. In der biblischen Erzählung werden die „Krethi“ und „Plethi“ als Teil der königlichen Leibwache oder Eliteeinheit beschrieben. Sie waren für den Schutz des Königs zuständig.
Im ursprünglichen Kontext handelt es sich bei den Begriffen vermutlich um Bezeichnungen für bestimmte Gruppen von Söldnern oder spezialisierten Truppen, die zusammen eine Einheit bildeten. Ihre genaue Herkunft ist historisch nicht eindeutig geklärt, doch ihre Funktion im Dienst Davids als verlässliche Schutztruppe ist im biblischen Text erkennbar.
Im übertragenen Sprachgebrauch hat sich der Ausdruck „Krethi und Plethi“ zu einer Redewendung entwickelt. Dieser beschreibt allgemein eine gemischte Gruppe von Menschen bemeint. Da bei gibt es keine genaue Unterscheidung oder besondere Hervorhebung einzelner Personen. Der Ausdruck kann sinngemäß „alle möglichen Leute“ oder „Leute von unterschiedlicher Herkunft“ bedeuten.
Die Erwähnung solcher Gruppen zeigt, wie vielfältig die Zusammensetzung von Gemeinschaften und Diensten im Umfeld eines Königs sein konnte. Unterschiedliche Personen konnten zusammenwirken, um eine gemeinsame Aufgabe zu erfüllen. Und das konnte sogar unabhängig von ihrer Herkunft oder Zugehörigkeit geschehen.
„Krethi und Plethi beisammen“ steht zum Einen sowohl für eine konkrete historische Gruppe im Dienst Davids. Zum anderen ist die Redewendung auch eine bildhafte Beschreibung einer zusammengewürfelten Gemeinschaft von Menschen, die gemeinsam handeln oder auftreten.
Heutzutage
Die alttestamentliche Redewendung wird heute verwendet, wenn alle möglichen Leute zusammenkommen. Da kommen Hinz und Kunz, später auch noch Hans und Franz, und Hans und Grete sowieso.. Komm doch auch vorbei. Gott und die Welt treffen sich da. Hack und Pack geben sich ein Stelldichein, und hier ist Jedermann willkommen.
Es klingt vielleicht etwas abwertend, von Gesindel oder Fußvolk zu sprechen. Die Redewendung beschreibt eher eine bunte, ungeordnete Truppe, oft aber auch mit einem leicht abwertenden Unterton, eine bunte und zusammengewürfekte Gesellschaft, allerlei Leute aus aller Welt.