Was wird aus diesem Kindlein werden? Lk 1,66
Der Satz „Was wird aus diesem Kindlein werden?“ stammt aus Evangelium des Lukas (Lk 1,66). Er bezieht sich auf die Geburt von Johannes, dem Täufer. Die Erzählung berichtet, wie die Geburt und die Umstände dieses Kindes die Menschen in Staunen versetzen. Die Nachbarn und Verwandten reagieren mit Verwunderung. Sie stellen sich die Frage nach der Zukunft und der besonderen Bestimmung dieses Kindes.
Die Frage „Was wird aus diesem Kindlein werden?“ drückt einerseits Neugier und Staunen aus. Andererseits klingt schon eine Ahnung mit, dass dieses Kind eine besondere Rolle im Leben spielen könnte. Im biblischen Kontext wird deutlich, dass schon vor seinem späteren Auftreten als Prophet eine gewisse Erwartung und Bedeutung mit ihm verbunden ist. Die Frage bleibt zunächst offen und verweist auf die Zukunft, die sich erst nach und nach entfaltet.
Im weiteren Verlauf der Erzählung wird sichtbar, dass Johannes der Täufer eine wichtige Aufgabe erfüllt: Er bereitet den Weg für Jesus von Nazareth und ruft die Menschen zur Umkehr. Das beantwortet die anfängliche Frage rückblickend. Das Kind wächst heran und übernimmt eine besondere Sendung im Rahmen der biblischen Geschichte.
Im übertragenen Sinn steht der Satz für die Frage nach der Zukunft und dem Potenzial eines Neugeborenen. Er bringt die Mischung aus Hoffnung, Erwartung und Ungewissheit zum Ausdruck, die mit jeder Geburt verbunden ist. Eltern, Verwandte und eine Gemeinschaft stellen sich oft die Frage, welche Persönlichkeit sich entwickeln und welchen Weg ein Kind im Leben gehen wird.
Im Kontext der Bibel zeigt diese Stelle, dass menschliches Leben als etwas zu verstehen ist, dessen Bedeutung sich im Laufe der Zeit entfaltet. Was am Anfang noch offen erscheint, kann sich im Rückblick als Teil eines größeren Plans oder einer besonderen Berufung erweisen.
Die Frage „Was wird aus diesem Kindlein werden?“ beschreibt sowohl Staunen als auch Erwartung. Sie verweist darauf, dass jedes Leben eine eigene Entwicklung nimmt, deren Bedeutung sich oft erst im Laufe der Zeit vollständig erschließt.
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