In Quarantäne nehmen

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In Quarantäne nehmen Jesaja 26:20

Der Ausdruck „in Quarantäne nehmen“ lässt sich in einem übertragenen Sinn mit einer Stelle aus dem Buch Jesaja (Jes 26,20) in Verbindung bringen, wo von einem Zurückziehen und Absondern die Rede ist, bis ein gefährliches Geschehen vorübergeht. Der Begriff „Quarantäne“ selbst stammt zwar aus der Neuzeit, doch die dahinterstehende Idee – Schutz durch Absonderung – hat eine lange Vorgeschichte.

Im biblischen Kontext spricht der Prophet Jesaja zu einem Volk in einer Zeit von Bedrohung und Gericht. Die Aufforderung, sich zurückzuziehen und die Türen zu schließen, kann als eine Art Schutzmaßnahme verstanden werden. Es geht darum, sich für eine begrenzte Zeit in Sicherheit zu bringen, während das Unheil vorüberzieht.

Die Vorstellung ähnelt dem modernen Verständnis von Quarantäne: Ein vorübergehendes Absondern, um sich selbst und andere vor Schaden zu bewahren. Dabei steht nicht nur die physische Sicherheit im Vordergrund, sondern auch ein Moment der Ruhe, des Abwartens und der inneren Sammlung. In solchen Zeiten wird deutlich, wie wichtig es ist, innezuhalten und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Im übertragenen Sinn kann „in Quarantäne nehmen“ auch bedeuten, Abstand zu belastenden Einflüssen zu halten. Sei es im zwischenmenschlichen Bereich, in Gedanken oder im Umgang mit problematischen Situationen. Es beschreibt eine Phase des Schutzes und der Vorsicht. Man grenzt sich bewusst ab, um sich nicht unnötig Gefahren auszusetzen.

So zeigt die Verbindung zu Jesaja 26,20, dass das Prinzip der Absonderung als Schutzmaßnahme schon in biblischen Bildern anklingt. Es erinnert daran, dass es Zeiten gibt, in denen Rückzug sinnvoll und notwendig ist, um Kraft zu sammeln, Sicherheit zu gewinnen und auf eine bessere Situation zu warten.

Zu dem Begriff Quarantäne

Die Quarantäne dient zum einen der Abschottung von Menschen oder Tieren, wenn befürchtet wird, dass diese einen Erreger einschleppen könnten.
In der EDV werden verdächtige Programme in Quarantäneordner verschoben, wenn ein Virenprogramm einen entsprechenden Fund eines Virus oder einer schädlichen Datei meldet.
Der Begriff wurde ca. im 17. Jahrhundert aus der französischen Sprache entlehnt. Das Wort quarantaine (vom latainischen „quadraginta“ für „vierzig„) beschreibt eine Zeit von vierzig Tagen. Solange, nämlich vierzig Tage,wurden Menschen und Tiere, die aus seuchenverdächtigen Gebieten ins Land kamen, isoliert und abgesondert. Damit wollte man sicherstellen, dass die Neuankömmlinge keine Krankheiten oder Seuchen einschleppen.
Wer zuhause ein Aquarium mit kleinen, bunten Fischen hat, kennt das Problem. Neuankömmlinge, also Fische, die neu angekauft wurden, kommen erst einmal in ein Quarantänebecken. Nur um sicherzustellen, dass die Neuen keine Krankheiten mitbringen, die im Aquarium den ganzen Bestand gefährden könnten.