„Wer suchet, der findet“ (Matthäus 7,7–8)
Der Ausdruck „Wer suchet, der findet“ stammt aus der Bibel, genauer aus Matthäus 7,7–8 im Evangelium nach Matthäus. Dort spricht Jesus von Nazareth im Rahmen einer Lehre über Gebet und das Vertrauen in Gott.
Im biblischen Zusammenhang steht der Satz in einer dreifachen Ermutigung: „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.“ Damit wird deutlich gemacht, dass aktives Handeln und beharrliches Suchen mit der Verheißung verbunden sind, dass die Suche nicht vergeblich bleibt. Wer sich auf den Weg macht und nicht aufgibt, darf darauf hoffen, ein Ziel zu erreichen.
Das „Suchen“ ist dabei mehr als nur ein äußeres Verhalten. Es kann sich auf innere Anliegen beziehen, auf Fragen nach Sinn, Orientierung oder Wahrheit. Der Text lädt dazu ein, mit Vertrauen und Ausdauer vorzugehen, statt vorschnell aufzugeben oder sich mit Unklarheit zufriedenzugeben.
Im übertragenen Sinn wird der Ausdruck heute allgemein verwendet, um auszudrücken, dass sich Einsatz und Bemühung lohnen. Wer aktiv nach etwas sucht – sei es eine Lösung, eine Information oder eine Möglichkeit – hat gute Chancen, fündig zu werden.
So verbindet „Wer suchet, der findet“ die Aufforderung zur Eigeninitiative mit einer Zusage von Hoffnung: Suchen ist nicht vergeblich, sondern eröffnet die Möglichkeit, das Gesuchte tatsächlich zu entdecken.
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