Himmel und Hölle in Bewegung setzen Haggai 2,6.21; Hebräer 12,26
Der Ausdruck „Himmel und Hölle in Bewegung setzen“ beschreibt die umfassende Macht Gottes. Diese vermag die gesamte Schöpfung und die Mächte der Welt zu verändern. In Haggai 2,6.21 spricht Gott: „Denn so spricht der HERR der Heerscharen. Noch einmal, in einem kleinen Augenblick, werde ich Himmel und Erde erschüttern…“. Damit kündigt er ein entschiedenes Eingreifen in die Weltordnung an. Ähnlich betont Hebräer 12,26, dass Gottes Stimme beim letzten Gericht die Erde erschüttern wird und dann alles Vergängliche und Unbeständige bewegen und prüfen wird.
„Himmel und Hölle in Bewegung setzen“ bedeutet, dass Gott nicht passiv ist. Er wird seine Macht und Autorität über alles Sichtbare und Unsichtbare geltend machen. Der Himmel symbolisiert die göttliche Ordnung, die Engel und die himmlischen Mächte. Die Hölle oder Unterwelt dagegen stehen für die gefallenen Mächte, das Böse und das Irdische. Wenn Gott „Himmel und Hölle in Bewegung setzt“, richtet er. Dabei erneuert er und stellt Ordnung her, wobei die Konsequenzen für Mensch und Schöpfung weitreichend sind.
Theologisch zeigt der Ausdruck, dass Gottes Eingreifen sowohl erschreckend als auch ordnend ist. Alles, was nicht auf seine Gerechtigkeit und Wahrheit ausgerichtet ist, wird er bewegen und prüfen oder zerstören. Es erinnert daran, dass Gott Herr über alles ist. Er herrscht über den Himmel, die Erde und die Mächte des Bösen. Und seine Gerechtigkeit ist unumstößlich. Zugleich ist es eine Aufforderung an die Menschen, Gottes Wege ernst zu nehmen und sich nach seinem Willen auszurichten, bevor das Gericht geschieht.
Zusammengefasst bedeutet „Himmel und Hölle in Bewegung setzen“, dass Gott alles, was existiert, durch seine Macht rütteln und richten kann. Es ist ein Bild für Gottes Souveränität, seine Gerechtigkeit und die umfassende Macht, alles Böse zu überwinden und seine Ordnung herzustellen.
Allzumenschliches
Wer Himmel und Hölle in Bewegung setzen will, wird alles in Bewegung setzen, alle Möglichkeiten ausschöpfen und nichts unversucht lassen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Die Redewendung beschreibt, dass Menschen alle Register ziehen und keine Mühen scheuen, bis ans Äußerste gehend alle verfügbaren Kräfte aufbieten, um eine schwierige Situation zu lösen oder ein gewünschtes Ergebnis zu erzielen.