Sie hat ein gutes Werk an mir getan; ein gutes Werk tun Mt 26,10
Der Satz „Sie hat ein gutes Werk an mir getan“ aus Bibel (Matthäus 26,10) stammt aus einer Szene, in der eine Frau Jesus Christus mit kostbarem Öl salbt. Dieses Verhalten wird von manchen Anwesenden kritisiert, doch Jesus selbst bewertet die Handlung als ein „gutes Werk“.
Ein „gutes Werk“ in diesem Zusammenhang ist mehr als eine äußerlich nützliche oder praktische Tat. Es ist eine Handlung, die aus innerer Hingabe, Wertschätzung und Liebe geschieht. Die Frau zeigt ihre Zuneigung und ihren Glauben nicht durch Worte, sondern durch eine konkrete Geste. Dabei spielt nicht nur der materielle Wert des Öls eine Rolle, sondern vor allem die Haltung, mit der sie es einsetzt.
Die Aussage Jesu macht deutlich, dass gute Werke nicht allein an ihrem Nutzen für viele Menschen gemessen werden müssen. Auch eine einzelne, persönliche Handlung kann von großer Bedeutung sein, wenn sie im richtigen Geist geschieht. Das „gute Werk“ ist hier Ausdruck von Respekt, Dankbarkeit und Anerkennung.
Gleichzeitig zeigt der Satz, dass gute Werke oft missverstanden oder unterschiedlich bewertet werden können. Während einige Menschen vor allem auf den äußeren Wert oder die Zweckmäßigkeit achten, sieht Jesus die innere Bedeutung der Handlung. Er stellt damit die Perspektive der Wertschätzung gegenüber der Perspektive des Nutzens.
So steht „ein gutes Werk tun“ für eine Haltung, in der Handeln und innere Überzeugung zusammenkommen. Es erinnert daran, dass gute Taten nicht nur durch ihre Wirkung nach außen, sondern auch durch die Aufrichtigkeit und Liebe, aus der sie hervorgehen, ihren Wert erhalten.
Schreibe einen Kommentar