Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über

Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über. Mt 12,34

Der Ausdruck „Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über“ stammt aus Matthäus 12,34, wo Jesus die Pharisäer ermahnt. Er macht deutlich, dass die Worte eines Menschen von dem Zeugnis seines Herzens geprägt werden. Wer ein Herz voller Liebe, Weisheit oder Güte hat, wird auch entsprechend positive Worte sprechen. Umgekehrt kommt Hass, Neid oder Bosheit aus dem Herzen und zeigt sich in verletzender, böser Sprache.

Das Bild ist sehr anschaulich: Das Herz gilt in der Bibel als Sitz von Gedanken, Gefühlen und Absichten. Alles, was im Inneren bewegt, drückt sich früher oder später durch Worte aus. Worte sind daher Spiegel der inneren Haltung, und die Qualität der Sprache verrät, wie rein oder belastet das Herz ist.

Theologisch zeigt der Ausdruck, dass Worte nicht isoliert bewertet werden können. Jesus lehrt, dass Herzenshaltung und Worte zusammenhängen. Wer sein Herz auf Gott ausrichtet und innere Reinheit anstrebt, wird auch in der Sprache Frucht von Weisheit, Liebe und Güte zeigen. Anders gesagt: Gutes Herz → gute Worte; böses Herz → schlechte Worte.

Zusammengefasst bedeutet „Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über“, dass die Worte eines Menschen von seinem inneren Zustand bestimmt werden. Es ist ein Bild dafür, dass Herzensreinheit, Gedanken und Gefühle sich in der Sprache spiegeln, und dass wir unsere inneren Einstellungen achtsam pflegen sollten, weil sie sich in unseren Taten und Worten ausdrücken.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert