In den letzten Zügen liegen

In den letzten Zügen liegen Markus 5, 23

Der Ausdruck „in den letzten Zügen liegen“ aus Markus 5,23 beschreibt eine Situation äußerster Lebensgefahr, in der ein Mensch dem Tod sehr nahe ist. Im Zusammenhang des Evangeliums nach Markus wird diese Formulierung im Bericht über Jairus verwendet. Jairus, ein Synagogenvorsteher, kommt zu Jesus Christus und bittet ihn eindringlich, seine Tochter zu retten, die schwer krank ist und im Sterben liegt.

Die Worte machen die Dringlichkeit und Hoffnungslosigkeit der Situation deutlich. „In den letzten Zügen“ bedeutet, dass das Leben fast erloschen ist und kaum noch Zeit bleibt. Jairus wendet sich deshalb in seiner Not an Jesus, in der Hoffnung, dass dieser eingreifen und helfen kann. Seine Bitte zeigt sowohl seine Verzweiflung als auch sein Vertrauen darauf, dass Hilfe möglich ist, selbst wenn die Lage aussichtslos erscheint.

Im weiteren Verlauf der Erzählung wird deutlich, dass Jesus tatsächlich eingreift und das Kind heilt bzw. sogar vom Tod auferweckt. Damit wird die Situation, die zunächst als endgültig erscheint, durch Jesu Handeln überwunden. Die Geschichte unterstreicht die Botschaft, dass auch in extremen Lebenslagen Hoffnung bestehen kann.

Der Ausdruck „in den letzten Zügen liegen“ wird im übertragenen Sinn heute allgemein verwendet, um eine Situation zu beschreiben, in der etwas kurz vor dem Ende steht – sei es ein Mensch im Sterben oder auch etwas, das seinem Abschluss oder Untergang nahe ist. Im biblischen Kontext betont die Formulierung die Grenze menschlicher Möglichkeiten und zugleich die Möglichkeit göttlichen Eingreifens.

So zeigt Markus 5,23 nicht nur die Dramatik einer konkreten Lebenssituation, sondern auch die Haltung des Vertrauens in einer scheinbar ausweglosen Lage. Die Szene macht deutlich, dass selbst dort, wo menschlich keine Hoffnung mehr zu bestehen scheint, ein neuer Anfang möglich sein kann.

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