Ein fettes Kalb schlachten

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Ein fettes Kalb schlachten Lukas 15,23

Der Ausdruck „ein fettes Kalb schlachten“ stammt aus dem Lukasevangelium (Lk 15,23) und gehört zum Gleichnis vom verlorenen Sohn. Jesus Christ erzählt darin von einem Vater, der seinen zurückkehrenden Sohn mit großer Freude empfängt, nachdem dieser sein Erbe verschwendet und in Not geraten ist.

Das „fette Kalb“ war in der damaligen Zeit ein besonderes Tier, das für festliche Anlässe reserviert war. Es zu schlachten bedeutete, ein großes Fest auszurichten. Ein besonderer Anlass ist gebührend zu feiern. Im Gleichnis steht diese Handlung für die außergewöhnliche Freude des Vaters über die Rückkehr seines Sohnes. Die Feier symbolisiert Vergebung, Wiederaufnahme in die Familie und einen Neuanfang.

Der Ausdruck wird heute oft verwendet, um eine große Feier oder einen besonderen Anlass zu beschreiben, bei dem man sich etwas Besonderes gönnt. Ursprünglich verweist der Ausdruck jedoch auf die tiefere Bedeutung der Versöhnung. Er zeigt die Freude über Wiederherstellung einer zerbrochenen Beziehung.

Im weiteren Kontext der Bibel zeigt das Gleichnis, dass Vergebung nicht nur ein innerer Akt ist, sondern auch Ausdruck in konkreten Zeichen der Freude und des Feierns findet. Die Reaktion des Vaters macht deutlich, dass Rückkehr und Umkehr willkommen sind und mit offenen Armen und großzügiger Freude beantwortet werden.

So steht das „fette Kalb“ im Gleichnis als Symbol für überströmende Freude, Annahme und die Feier eines Neubeginns, der aus Vergebung und Versöhnung entsteht.

Von wegen ein Kalb schlachten

Bei aller Freude über ein bestimmtes Ereignis, bei aller Begeisterung für das Fest müssen doch ein paar Vorgaben beachtet werden. Die Schlachtung eine Kalbes muss nach strengen Regeln ablaufen. Hier spielt der Tierschutz eine wichtige Rolle (auch wenn dem Tier gerade das Leben genommen wird). Andererseits kommt es der Fleischqualität sehr zugute, wenn ein Tier stressfrei getötet wird. Ein Tier dagegen, dass gestresst ist, erschreckt wird und flüchten will, würde Hormone produzieren, die die Fleischqualität negativ beeinflussen.