Im siebten Himmel sein

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Im siebten Himmel sein 2 Kor 12,2

Der Ausdruck stammt aus 2. Korinther 12,2. Paulus berichtet von einer besonderen himmlischen Erfahrung. „Ich kenne einen Menschen in Christus, der vor vierzehn Jahren – ob im Leib, weiß ich nicht, ob außerhalb des Leibes, weiß ich nicht, Gott weiß es – bis zum dritten Himmel entrückt wurde.“ Paulus verwendet diese Formulierung, um eine außergewöhnliche Nähe zu Gott zu beschreiben.

In der antiken Vorstellung wurde der Himmel oft in mehrere Schichten unterteilt, wobei der „siebte Himmel“ die höchste Stufe war, die unmittelbare Gegenwart Gottes. Der Ausdruck bedeutet daher höchstes Glück, höchste Freude und vollkommene Gemeinschaft mit Gott. Es ist ein Ausdruck für spirituelle Ekstase, himmlische Erfahrung und völlige Erfüllung in Gottes Gegenwart.

Theologisch zeigt dieser Ausdruck, dass Gottes Nähe die höchste Form von Freude und Vollkommenheit ist. Wer dort ist, erfährt innere Erhebung, Frieden, Freude und geistliche Klarheit, die über das Alltägliche hinausgeht. Paulus beschreibt dabei nicht nur eine Vision. Er spricht von einer geistliche Realität, die Gläubige durch Glauben, Gebet und heiliges Leben erfahren können.

Die Redewendung bedeutet, dass man die höchste Stufe geistlicher Freude, Gottesnähe und Vollkommenheit erlebt. Es ist ein Bild für extreme Glückseligkeit, innere Erhebung und unmittelbare Erfahrung der göttlichen Herrlichkeit, die das Herz des Gläubigen erfüllt.

Sieben Himmel

Wenn wir im siebten Himmel sind oder auf Wolke sieben schweben, erleben wir gerade ein große Liebe, einen lange ersehnten Erfolg oder überschwengliche Freude. Die Redewendungen sprechen von uralten Vorstellungen aus Philosophie und Religion der griechischen Antike, jüdischer und islamischer Traditionen und von christlichen Deutungen.

In der antiken Kosmologie wie auch in jüdischen und islamischen Vorstellungen ist der Himmel in sieben Schichten unterteilt. Diese werden sieben Wandelsternen zugeordnet. Gemeint sind die Himmelskörpern, die damals mit bloßem Auge zu sehen waren. Mond, Merkur, Venus, Sonne, Mars, Jupiter und Saturn.

Im Talmud sind detaillierte Beschreibungen der sieben übereinander geordneten Himmel zu finden. Und auch der Koran spricht mehrfach von den sieben Himmeln.

Der 7. Himmel wurde bewacht von Saturn, dem „Hüter der Schwelle“. Hier begann das Unsichtbare, der siebte und höchste Himmel, der auch der Ort der Engel und Gottheiten war, der Ort größter Glückseligkeit. – Und das ist er ja heute noch. Der Ort vollkommenen Glücks, euphorischer Freude und vollster zufriedenheit. Oder auch bis über beide Ohren verliebt.

Siehe auch: „Woher unser Bild vom Glück kommt.“ und hier