Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen Lukas 2,14
Der Satz „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen“ stammt aus der Weihnachtsgeschichte im Evangelium nach Lukas (Lk 2,14). Es sind die Worte der Engel, die den Hirten auf dem Feld bei Bethlehem erscheinen und die Geburt Jesu verkünden.
Mitten in der Nacht, fernab von Palästen und Machtzentren, ertönt dieser Lobgesang. Die Engel verbinden Himmel und Erde: „Ehre sei Gott in der Höhe“ – das ist der Blick nach oben, die Anerkennung von Gottes Größe und Heiligkeit. „Friede auf Erden“ – das ist der Blick nach unten, auf die Welt der Menschen mit ihren Konflikten und Sehnsüchten.
Der Friede, von dem hier die Rede ist, meint mehr als die Abwesenheit von Krieg. – Im biblischen Sinn steht er für „Schalom“ – Ganzheit, Heil, Versöhnung. Mit der Geburt Jesu beginnt nach christlichem Verständnis ein neues Kapitel der Geschichte: Gott kommt den Menschen nahe, nicht als Richter, sondern als Retter. In diesem Kind wird Gottes „Wohlgefallen“ sichtbar – seine liebevolle Zuwendung zur Menschheit.
Der Vers ist deshalb bis heute ein Kernwort der Weihnachtsbotschaft. Er erinnert daran, dass wahre Ehre Gottes nicht im Glanz menschlicher Macht liegt, sondern im Geschenk seiner Liebe. Und er stellt eine Verbindung her: Wo Gott geehrt wird, kann Friede wachsen.
So ist dieser Engelruf nicht nur ein poetischer Moment der Weihnachtsnacht, sondern ein bleibendes Programm. Er lädt dazu ein, Gott die Ehre zu geben – im Vertrauen, im Lob, im Glauben – und zugleich als Friedensstifter in der Welt zu leben. In der Spannung zwischen Himmel und Erde entfaltet sich die Hoffnung, dass Gottes Wohlgefallen stärker ist als Angst und Dunkelheit.
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