Kinder und Kindeskinder nach 2 Mose 34,7
Der Ausdruck „Kinder und Kindeskinder“ geht auf Exodus (2. Mose 34,7) zurück. Er ist ist Teil einer Selbstoffenbarung Gottes an Moses. In diesem Zusammenhang beschreibt Gott seine Barmherzigkeit, aber auch die Ernsthaftigkeit von Schuld und Verantwortung. Die kann sich über Generationen auswirken.
Mit „Kinder und Kindeskinder“ ist die nachfolgende Generation gemeint – also die direkte Nachkommenschaft und darüber hinaus die Enkel und weitere Generationen. Der Ausdruck macht deutlich, dass die Folgen menschlichen Handelns nicht nur den Einzelnen betreffen. Sie können sich auch auf die Gemeinschaft und die kommenden Generationen auswirken können. In der biblischen Darstellung wird damit die Tragweite von Entscheidungen unterstrichen.
Im Kontext von 2. Mose 34,7 steht der Satz in einer längeren Beschreibung Gottes, in der sowohl seine Geduld und Gnade als auch seine Gerechtigkeit betont werden. Es wird deutlich, dass Gott Schuld ernst nimmt, gleichzeitig aber auch bereit ist zu vergeben und treu zu sein. Die Erwähnung von „Kindern und Kindeskindern“ verweist darauf, dass sowohl positive als auch negative Auswirkungen von Handlungen langfristige Folgen haben können.
Thema Verantwortung
Im weiteren Zusammenhang der Bibel wird dieser Gedanke häufig als Hinweis auf Verantwortung verstanden. Menschen sollen sich ihrer Wirkung auf andere bewusst sein, insbesondere im Blick auf kommende Generationen. Gleichzeitig wird aber auch die Hoffnung vermittelt, dass Gottes Barmherzigkeit größer ist und nicht auf eine einzige Generation beschränkt bleibt.
Der Bibelvers sagt, dass Gott gnädig sein und Sünden vergeben will, dass er aber niemand ungestraft lässt. Nach der Aussage am Ende von Vers 7 wird er die Fehltritte der Menschen verfolgen bis ins dritte und vierte Glied. Damit ist aber auch die Verfolgung einer Tat beschränkt auf die noch lebenden Generationen von Großvätern, Vätern, Söhnen und Enkel. Vielleicht dürfen wir das als Zeichen von Gottes Gnade verstehen: Irgendwann darf es auch mal gut sein.
Der Ausdruck „Kinder und Kindeskinder“ steht sinnbildlich für die Weitergabe von Wirkungen über Generationen hinweg und erinnert daran, dass menschliches Handeln nicht nur im Moment Bedeutung hat, sondern auch langfristige Konsequenzen entfalten kann.