Mit fremdem Kalbe pflügen

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Mit fremdem Kalbe pflügen Richter 14,8

Der Ausdruck „mit fremdem Kalbe pflügen“ stammt aus Richter 14,8 und steht im Zusammenhang mit der Geschichte von Samson. In der Erzählung gibt Samson ein Rätsel auf, dessen Lösung seine Gegner durch Drohung und Druck von seiner Frau erlangen. Dadurch verrät sie das Geheimnis an die anderen, und Samson erkennt, dass seine Worte auf indirekte Weise „ausgebeutet“ wurden.

Der Ausdruck selbst ist ein Bild für unrechtmäßiges oder unlauteres Verhalten. „Mit fremdem Kalbe pflügen“ bedeutet sinngemäß, sich etwas zunutze zu machen, was einem nicht gehört, oder durch Umwege an Informationen oder Vorteile zu gelangen, die man eigentlich nicht hätte erlangen dürfen. Es beschreibt also ein Vorgehen, das auf Täuschung, Ausnutzung oder indirekter Beschaffung beruht.

Im übertragenen Sinn wird die Redewendung heute verwendet, um Situationen zu charakterisieren, in denen jemand auf unfaire Weise profitiert oder sich fremder Mittel bedient, um eigene Ziele zu erreichen. Dabei schwingt eine kritische Bewertung mit, da ein solches Verhalten gegen Regeln von Fairness und Ehrlichkeit verstößt.

Im weiteren Kontext der Bibel zeigt die Szene um Samson, wie zwischenmenschliche Beziehungen durch Misstrauen und Druck belastet werden können. Die Geschichte macht deutlich, dass Geheimnisse und Vertrauen verletzlich sind und dass unlautere Mittel letztlich zu Konflikten und Enttäuschung führen können.

Die Redewendung steht sinnbildlich für ein Vorgehen, das nicht auf eigener Leistung oder ehrlichem Weg beruht, sondern sich fremder Mittel oder Wege bedient, um einen Vorteil zu erlangen.

So was von menschlich?

Menschen, die mit fremdem Kalbe pflügen, schmücken sich auch gerne mit fremden Federn. Man erntet, wo man vorher nicht gesät hat, nutzt fremde Arbeit oder Hilfe, anstatt sich selber zu bemühen. Das Bild vom Arbeiten mit einem Nutztier, das einem nicht gehört, steht für die Ausnutzung der Arbeit anderer Menschen. Hier wird einfach abgepinnt, abgekupfert und unerlaubt kopiert. Dabei werden nicht selten Urheberrechte verletzt. Und man spricht dann auch gelegentlich vom Plagiat, einer modernen Form, sich literarisch und wissenschaftlich hervorzutun. (*Ironiemodus aus!*)