Sein Licht nicht unter den Scheffel stellen

Sein Licht nicht unter den Scheffel stellen Matthäus 5,15

Der Ausdruck „sein Licht nicht unter den Scheffel stellen“ geht auf die Worte von Jesus Christus in Matthäus 5,15 zurück. Im Kontext der Bergpredigt verwendet Jesus dieses Bild, um deutlich zu machen, wie Menschen mit ihren Gaben, ihrem Glauben und ihrem Leben umgehen sollen. Ein „Scheffel“ war ein damaliges Maßgefäß, das man zum Abdecken oder Aufbewahren von Getreide benutzte. Ein Licht darunter zu stellen, würde es vollständig verdecken und seine Wirkung zunichtemachen.

Mit diesem Bild macht Jesus klar, dass Licht dazu bestimmt ist, gesehen zu werden. Eine Lampe wird nicht angezündet, um anschließend verborgen zu bleiben, sondern um zu leuchten und Orientierung zu geben. Übertragen bedeutet das, dass die Fähigkeiten, Überzeugungen und das Gute, das ein Mensch in sich trägt, nicht versteckt, sondern sichtbar werden sollen. Es geht darum, die eigenen Möglichkeiten sinnvoll einzusetzen, damit sie anderen zugutekommen.

Im weiteren Zusammenhang der Bergpredigt spricht Jesus davon, dass seine Nachfolger „das Licht der Welt“ sind. Damit wird deutlich, dass das Leben von Gläubigen eine Wirkung nach außen haben soll. Durch ihr Verhalten, ihre Worte und ihre Haltung können sie Orientierung geben, Hoffnung vermitteln und ein Beispiel für andere sein. Das „Licht“ steht dabei symbolisch für gute Werke, Glauben, Wahrheit und ein Leben, das von Gottes Prinzipien geprägt ist.

„Sein Licht nicht unter den Scheffel stellen“ bedeutet daher auch, sich seiner Verantwortung bewusst zu sein. Wer seine Fähigkeiten oder Überzeugungen versteckt, verpasst die Möglichkeit, etwas Positives in die Welt einzubringen. Gleichzeitig geht es nicht um Selbstinszenierung, sondern um ein authentisches Leben, das natürlich und ohne falsche Zurückhaltung Gutes sichtbar werden lässt.

So wird der Satz zu einer Einladung, die eigenen Talente und Möglichkeiten nicht zu verstecken, sondern sie bewusst und verantwortungsvoll einzusetzen. Licht entfaltet seine Wirkung erst dann vollständig, wenn es leuchten darf – und genau dazu ermutigt diese biblische Aussage.

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