Eins aber ist not

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Eins aber ist not Lukas 10,42

Der Satz „Eins aber ist not“ stammt aus dem Evangelium nach Lukas (Lukas 10,42). Er wird von Jesus im Gespräch mit Martha und Maria von Bethanien gesprochen. In dieser Begebenheit kümmert sich Martha um viele häusliche Aufgaben, während Maria sich zu Jesus setzt und seinen Worten zuhört.

Martha beklagt sich darüber, dass sie allein mit der Arbeit sei. Jesus antowrtet mit den Worten: „Martha, Martha, du hast viel Sorge und Mühe; eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwählt. Das soll nicht von ihr genommen werden“. Damit weist Jesus darauf hin, dass inmitten vieler Aufgaben eine grundlegende Priorität nicht aus dem Blick geraten darf.

Prioritäten

„Eins aber ist not“ bedeutet, dass es etwas gibt, das im Vergleich zu vielen anderen Dingen Vorrang hat und entscheidend ist. Im Kontext der Erzählung ist damit die Hinwendung zu Jesus und das Hören auf sein Wort gemeint. Während die Sorge um praktische Dinge nicht grundsätzlich abzuwerten ist, wird deutlich gemacht, dass sie nicht das Wichtigste im Leben sein darf.

Die Szene stellt zwei Haltungen gegenüber. Die aktive Sorge um viele Dinge und die ruhige Aufmerksamkeit für das Wesentliche. Jesus macht deutlich, dass beides seinen Platz hat, aber nicht im gleichen Maß gewichtet haben sollen. Das Hören auf sein Wort wird hier als „das gute Teil“ bezeichnet, das bleibenden Wert hat.

Im übertragenen Sinn wird der Satz heute oft verwendet, um daran zu erinnern, dass es im Leben zentrale Prioritäten gibt. Diese sollten nicht von vielen nebensächlichen Anliegen überdeckt werden. Er kann als Aufforderung verstanden werden, sich bewusst Zeit für das Wesentliche zu nehmen und nicht ausschließlich von alltäglicher Geschäftigkeit bestimmt zu werden.

So bringt „Eins aber ist not“ eine grundlegende Einsicht zum Ausdruck: Inmitten vieler Anforderungen und Aufgaben bleibt das Hören, Verstehen und Ausrichten auf das Wesentliche entscheidend. – Jesus spricht hier von der Notwendigkeit (=Not),dass die Ausrichtung auf Gott und sein Wort wichtiger sind als alle Betriebsamlkeit, Aktionismus oder andere, „irdische“ Dinge.