Die Welt liegt im Argen

Die Welt liegt im Argen. Gal.1,4; 1.Joh.5,19

Der Satz „Die Welt liegt im Argen“ fasst eine biblische Sichtweise zusammen, die sich unter anderem in Bibel in Galater 1,4 und 1. Johannes 5,19 widerspiegelt. Dort wird die Welt als ein Bereich beschrieben, der von Unordnung, Sünde und Vergänglichkeit geprägt ist und der nicht in seiner idealen Bestimmung lebt.

„Im Argen liegen“ bedeutet, dass etwas in einem Zustand der Störung, des Mangels oder der Fehlordnung ist. Übertragen auf die Welt meint es, dass nicht alles so ist, wie es sein sollte. Konflikte, Ungerechtigkeit, Leid und menschliches Fehlverhalten gehören zu dieser Realität. Die biblischen Texte sehen darin nicht nur einzelne Probleme, sondern einen grundlegenden Zustand der Welt.

Gleichzeitig wird in diesen Versen deutlich, dass die Welt nicht als hoffnungslos aufgegeben dargestellt wird, sondern als etwas, das der Erlösung bedarf. In Galater 1,4 wird etwa davon gesprochen, dass Jesus Christus sich hingibt, um Menschen aus dieser gegenwärtigen, „bösen“ Welt zu retten. Damit wird angedeutet, dass trotz des Zustands der Welt eine Möglichkeit zur Veränderung und Erneuerung besteht.

Der Satz „Die Welt liegt im Argen“ ist daher keine bloße pessimistische Feststellung, sondern eine realistische Diagnose. Er benennt die Unvollkommenheit der Welt und lädt zugleich dazu ein, Verantwortung zu übernehmen und an einer besseren Ordnung mitzuwirken. Für den Einzelnen kann dies bedeuten, sich nicht einfach mit den bestehenden Verhältnissen abzufinden, sondern bewusst Werte wie Gerechtigkeit, Mitgefühl und Wahrheit zu leben.

So beschreibt dieser Ausdruck sowohl die Problematik der Welt als auch indirekt die Aufgabe des Menschen innerhalb dieser Welt: sich der Realität zu stellen und aktiv zu einer Veränderung im Kleinen wie im Großen beizutragen.

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