Viele Worte machen – Nicht viele Worte machen

Viele Worte machen – Nicht viele Worte machen Sir 7,14, Koh 5,1, Mt 6,7-8

Der Gedanke „Viele Worte machen – nicht viele Worte machen“, der sich in Bibel in Stellen wie Sirach (Sir 7,14), Prediger (Koh 5,1) und Matthäus 6,7–8 im Kontext der Worte von Jesus Christus findet, kreist um die Frage nach dem rechten Umgang mit Sprache und Gebet.

Die biblischen Texte weisen darauf hin, dass viele Worte nicht automatisch zu mehr Wahrheit oder Tiefe führen. Im Gegenteil: Übermäßiges Reden kann von dem Wesentlichen ablenken. Besonders im Gebet wird betont, dass es nicht auf die Länge oder die Vielzahl der Worte ankommt, sondern auf die innere Haltung. Worte sollen nicht dazu dienen, zu beeindrucken oder zu wiederholen, was ohnehin schon bekannt ist, sondern Ausdruck von Aufrichtigkeit und Vertrauen sein.

Der Hinweis „nicht viele Worte machen“ richtet sich gegen ein oberflächliches oder mechanisches Reden. Es geht darum, dass Worte bewusst gewählt und mit Bedeutung gefüllt sind. Statt sich in vielen Worten zu verlieren, wird eine Konzentration auf das Wesentliche empfohlen. Stille, Nachdenken und Einfachheit können dabei helfen, klarer und ehrlicher zu sprechen.

Gleichzeitig bedeutet diese Aussage nicht, dass Worte unwichtig wären. Vielmehr kommt es auf die Qualität statt auf die Quantität an. Wenige, aber durchdachte und aufrichtige Worte können mehr Gewicht haben als lange, unkonzentrierte Rede. Das gilt sowohl im zwischenmenschlichen Gespräch als auch im persönlichen Gebet.

So lädt der Satz dazu ein, den eigenen Umgang mit Sprache zu reflektieren. Er erinnert daran, dass Worte eine Verantwortung tragen und dass Zurückhaltung, Klarheit und Ehrlichkeit oft wirkungsvoller sind als Vielrederei. In diesem Sinne geht es nicht darum, gar nicht zu sprechen, sondern bewusst und maßvoll zu sprechen.

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