Geben ist seliger als nehmen

Geben ist seliger als nehmen Apg 20,34-35

„Geben ist seliger als nehmen.“ (Apg 20,35)

Dieser Satz, der auf Jesus Christus zurückgeführt wird und in der Rede des Apostels Paulus von Tarsus überliefert ist, stellt eine Haltung vor, die unserer alltäglichen Denkweise oft widerspricht. In einer Welt, in der viele danach streben, möglichst viel zu bekommen, erinnert dieser Vers daran, dass wahres Glück nicht im Empfangen, sondern im Geben liegt.

Geben bedeutet mehr als nur materielle Dinge weiterzugeben. Es kann Zeit sein, Aufmerksamkeit, Mitgefühl oder Hilfe für jemanden, der sie braucht. Wer gibt, öffnet sich für andere Menschen und erkennt ihre Bedürfnisse. Dabei entsteht eine besondere Freude – nicht, weil man selbst etwas gewinnt, sondern weil man anderen Gutes tut.

Der Zusammenhang in Apostelgeschichte 20 zeigt, dass Paulus von Tarsus selbst ein Beispiel dafür war. Er arbeitete, um sich und andere zu versorgen, und lebte vor, was es heißt, nicht nur an sich selbst zu denken. Sein Handeln macht deutlich: Geben ist Ausdruck von Liebe und Verantwortung füreinander.

„Seliger“ zu sein bedeutet hier nicht nur, glücklicher zu sein, sondern auch innerlich erfüllt. Wer gibt, erfährt oft eine tiefere Zufriedenheit als jemand, der nur nimmt. Denn im Geben entsteht Gemeinschaft, Vertrauen und Verbundenheit.

Dieser Vers lädt dazu ein, die eigene Haltung zu hinterfragen: Wo kann ich geben? Wem kann ich heute etwas Gutes tun? Wer diese Perspektive einnimmt, entdeckt, dass Geben nicht Verlust ist, sondern Gewinn – ein Gewinn an Menschlichkeit, Freude und innerem Frieden.

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