Wohlzutun und mitzuteilen vergesset nicht

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Wohlzutun und mitzuteilen vergesset nicht. nach Hebräer 13,16

Die Mahnung „Wohlzutun und mitzuteilen vergesset nicht“ stammt aus dem Hebräerbrief und gehört zu den praktischen Anweisungen für das christliche Leben. In Hebräer 13,16 heißt es: „Wohlzutun und mitzuteilen vergesset nicht; denn solche Opfer gefallen Gott wohl.“ Mit diesen Worten wird die Bedeutung von Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Gemeinschaft hervorgehoben.

Der Begriff „wohlzutun“ umfasst alle Formen des guten Handelns gegenüber anderen Menschen. Dazu gehören Freundlichkeit, Barmherzigkeit, Unterstützung und tätige Hilfe. Gemeint ist nicht nur die Erfüllung großer Aufgaben, sondern auch die vielen kleinen Gesten des Alltags, durch die Menschen einander das Leben erleichtern. Wer einem Bedürftigen hilft, einem Einsamen Aufmerksamkeit schenkt oder einem Mitmenschen in einer schwierigen Situation beisteht, tut Gutes im Sinne dieses Bibelwortes.

Das „Mitteilen“ bezieht sich auf die Bereitschaft, das Eigene mit anderen zu teilen. Dabei geht es nicht allein um materielle Güter wie Geld oder Besitz. Auch Zeit, Wissen, Fähigkeiten, Trost und Ermutigung können geteilt werden. Der Hebräerbrief erinnert daran, dass niemand nur für sich selbst lebt. Menschen sind aufeinander angewiesen und tragen Verantwortung füreinander.

Besonders bemerkenswert ist die Verbindung dieser Aufforderung mit dem Begriff des Opfers. Im Alten Testament spielten Opfergaben eine wichtige Rolle im Gottesdienst. Der Hebräerbrief greift diesen Gedanken auf, lenkt den Blick jedoch auf eine neue Form des Opfers. Nicht Tieropfer oder äußere Rituale stehen im Mittelpunkt, sondern ein Leben, das von Liebe und Hilfsbereitschaft geprägt ist. Solche Taten bezeichnet der Verfasser als Opfer, die Gott gefallen.

Damit wird deutlich, dass echter Glaube nicht allein in Worten oder religiösen Bekenntnissen besteht. Er zeigt sich im konkreten Umgang mit anderen Menschen. Wohltätigkeit und Teilen sind Ausdruck einer Haltung, die Gottes Liebe widerspiegelt. Der Glaube erhält dadurch eine praktische und sichtbare Gestalt.

Auch heute hat diese Mahnung nichts von ihrer Aktualität verloren. In einer Zeit, in der Individualismus und persönliche Interessen oft im Vordergrund stehen, erinnert der Vers daran, wie wichtig Gemeinschaft und Solidarität sind. Viele gesellschaftliche Herausforderungen können nur bewältigt werden, wenn Menschen bereit sind, Verantwortung füreinander zu übernehmen und ihre Möglichkeiten zum Wohl anderer einzusetzen.

Zugleich macht der Text Mut, die Bedeutung kleiner Taten nicht zu unterschätzen. Oft sind es nicht die spektakulären Leistungen, sondern die unscheinbaren Gesten der Hilfsbereitschaft, die das Leben anderer bereichern. Ein freundliches Wort, ein offenes Ohr oder eine praktische Unterstützung können mehr bewirken, als man zunächst vermutet.

So ruft Hebräer 13,16 dazu auf, das Gute nicht zu vergessen und die Gemeinschaft mit anderen aktiv zu gestalten. Wohlzutun und mitzuteilen sind Ausdruck gelebter Menschlichkeit und christlicher Nächstenliebe. Sie zeigen, dass Glauben und Handeln zusammengehören und dass Gott an einem Leben Freude hat, das von Liebe, Großzügigkeit und Verantwortung geprägt ist.