Das ist Gottes Finger 2.Mose8,15; Lk.11,20
Der Ausdruck „Das ist Gottes Finger“ geht auf biblische Aussagen in Exodus (2. Mose 8,15) und Gospel of Luke (Lk 11,20) zurück. In 2. Mose 8,15 erkennen die ägyptischen Magier bei einer der Plagen, dass hinter dem Geschehen eine göttliche Macht steht, die über ihre eigenen Fähigkeiten hinausgeht. Sie bekennen: „Das ist Gottes Finger“, womit sie anerkennen, dass hier Gott selbst am Werk ist.
Der „Finger Gottes“ ist ein bildhafter Ausdruck für die unmittelbare, wirksame und gezielte Handlung Gottes. Er steht dafür, dass Gott nicht nur fern und abstrakt handelt, sondern konkret in die Geschichte eingreift und sein Wirken sichtbar wird. In diesem Zusammenhang wird deutlich, dass die Ereignisse nicht zufällig sind, sondern Ausdruck einer höheren, göttlichen Macht.
In Gospel of Luke (Lk 11,20) verwendet Jesus Christ den Ausdruck sinngemäß, um seine Wunder zu deuten. Er sagt, dass er die Dämonen „mit dem Finger Gottes“ austreibt, und macht damit deutlich, dass sein Handeln Ausdruck von Gottes Reich ist. Seine Taten sind Zeichen dafür, dass Gottes Herrschaft bereits wirksam ist.
Im übertragenen Sinn wird „Gottes Finger“ zu einem Bild für Momente, in denen Menschen das Wirken Gottes erkennen – sei es in außergewöhnlichen Ereignissen, in Zeichen oder in Veränderungen, die sich nicht rein menschlich erklären lassen. Es verweist auf die Erfahrung, dass Gott in der Welt handelt und seine Gegenwart erfahrbar wird.
Im Kontext der Bible verdeutlicht dieser Ausdruck die Nähe Gottes zum Geschehen in der Welt. „Das ist Gottes Finger“ ist ein Bekenntnis, das menschliche Beobachtung übersteigt und auf eine tiefere Einsicht hinweist: dass hinter bestimmten Ereignissen eine göttliche Wirklichkeit steht, die erkannt und gedeutet werden kann.
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