Wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird

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Wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird Jes 53,7

Der Vers aus Jesaja 53,7 ist ein tief bewegendes Bild für Leiden und Hingabe. Er beschreibt eine Figur, die still und ohne Widerstand Leid erträgt, obwohl sie unschuldig ist. In diesem Bild wird das Lamm zum Symbol für Opferbereitschaft. Ebenso für Demut und leidenschaftsloses Ertragen von Ungerechtigkeit.

In Jesaja 53 geht es um den leidenden Diener, der stellvertretend für andere Schmerzen und Schuld auf sich nimmt. Das Lamm steht hier für Unschuld und Schutzlosigkeit. Es ist auch ein Symbol zugleich für die Bereitschaft, das eigene Leid aus Liebe oder Pflicht zu tragen. Die Metapher vermittelt sowohl Traurigkeit als auch Ehrfurcht – sie spricht von einem Leiden, das nicht durch Widerstand, sondern durch stille Hingabe geprägt ist.

Für viele Menschen ist dieser Vers auch ein prophetisches Bild, das im Neuen Testament auf Jesus Christus bezogen wird, der sein Leben aus Liebe und Opferbereitschaft hingibt. Die Vorstellung eines Lichts im Dunkel des Leids schenkt durch stille Standhaftigkeit Hoffnung. Das macht Jesaja 53,7 zu einem besonders kraftvollen Text über Geduld, Gerechtigkeit und Mitgefühl.

Allzumenschliches

Ein Schicksal wird angenommen, ergeben, geduldig und widerstandslos. Eine Person gerät unschuldig und hilflos in eine Situation und läuft völlig ohne Gegenwehr in ihr Verderben.
Im Christentum berichtet die Redewendung von Jesus von Nazareth, der ohne jeden Verteidigungsversuch als Lamm Gottes den Tod am Kreuz für die Sünden der Welt annimmt und damit Gewaltlosigkeit demonstriert.

„Wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt“ berichtet, wie ein Mensch gänzlich wehr- und widerstandslos bleibt aus Unwissenheit, Schwäche oder Schicksalsergebenheit.
Menschen fühlen sich – oft aus Resignation – dem Schicksal oder anderen Personen ausgeliefert. Sie ertragen Misshandlung oder andere Missstände extrem passiv und unterwürfig. Betroffene fühlen sich als Opfer, erleben sich als fremdbestimmt und belastet. Ihr Credo lautet oft: „Ich muss …“
Sie sind unfähig, Grenzen zu setzen und gegen Ungerechtigkeit anzugehen. Stattdessen bleiben sie in der sicher geglaubten Opferrolle, um nicht aufbegehren, aufstehen und kämpfen zu müssen.