Schlagwort: Sprüche

  • Wer sich des Armen erbarmt, der leiht dem Herrn

    Wer sich des Armen erbarmt, der leiht dem Herrn nach Sprüche 19,17


    In Sprüche 19,17 heißt es:
    „Wer sich des Armen erbarmt, der leiht dem Herrn, und er wird ihm seine Wohltat vergelten.“

    Dieser Vers ist ein klarer Aufruf zu Mitgefühl und Nächstenliebe. Wer den Bedürftigen hilft, der handelt nicht nur human oder sozial verantwortlich, sondern er tut etwas, das direkt in der Beziehung zu Gott steht. Das Bild des „Leihens an den Herrn“ macht deutlich: Jeder Akt der Fürsorge für einen Armen ist zugleich ein Akt der Gottesdienstes. Wer gibt, tut es nicht nur für den Menschen, sondern für Gott selbst.

    Die Bibel verbindet in diesem Vers soziale Verantwortung und spirituelle Haltung. Mitgefühl ist kein optionaler moralischer Zusatz, sondern eine zentrale Forderung des Glaubens. Die Armen und Schwachen sind ein Spiegel der göttlichen Fürsorge. Wer ihnen Gutes tut, beteiligt sich an Gottes Wirken. Dabei geht es nicht nur um Geld: Zeit, Aufmerksamkeit, ein offenes Ohr oder tatkräftige Hilfe sind ebenso Ausdruck der Erbarmung.

    Interessant ist auch der Gedanke der Vergeltung Gottes: Wer einem Armen hilft, wird selbst gesegnet. Das bedeutet nicht unbedingt materiellen Reichtum oder einfachen Vorteil, sondern dass Gott die Gaben und das Mitgefühl seines Dieners auf irgendeine Weise bestätigt und belohnt. Es entsteht eine Beziehung des Gebens und Empfangens – ein Kreislauf von Fürsorge, der Leben bereichert und Gemeinschaft stärkt.

    Nächstenliebe und Fürsorge

    Der Vers spricht zudem von Haltung und innerer Einstellung. Wer sich „erbarmt“, handelt aus echter Anteilnahme, nicht aus Zwang oder Selbstdarstellung. Es geht um Ehrlichkeit, Demut und den Willen, die Not anderer zu lindern. In einer Welt, in der Egoismus und Gleichgültigkeit oft vorherrschen, ist dieser Spruch eine starke Mahnung. Soziale Gerechtigkeit ist nicht nur menschliche Pflicht, sondern Teil der Gottesbeziehung.

    „Wer sich des Armen erbarmt, der leiht dem Herrn“ erinnert uns also daran, dass Nächstenliebe über die zwischenmenschliche Ebene hinausreicht. Jeder Akt der Fürsorge ist ein Beitrag zur göttlichen Ordnung, ein Ausdruck von Glauben, Vertrauen und Verantwortung. Wer das beherzigt, erfährt, dass Mitgefühl nicht nur die Schwachen stärkt, sondern auch das eigene Herz öffnet und den Menschen näher zu Gott bringt.


  • Wenn dich die bösen Buben locken, so folge ihnen nicht

    „Wenn dich die bösen Buben locken, so folge ihnen nicht“
    Eine Betrachtung von Sprüche 1,10


    In Sprüche 1,10 gibt uns die Bibel eine klare Warnung. „Wenn dich die bösen Buben locken, so folge ihnen nicht“. Diese Aussage richtet sich vor allem an junge Menschen, kann aber als zeitlose Weisheit für alle gelten. Sie zeigt, wie wichtig es ist, Entscheidungen bewusst zu treffen und sich nicht von falschen Einflüssen oder Gruppenzwang leiten zu lassen. Oft begegnen uns Menschen oder Situationen, die uns zu schlechten Taten oder riskantem Verhalten verleiten wollen. Der Spruch ermahnt, solchen Versuchungen zu widerstehen und eigenständig richtig zu handeln.

    Die „bösen Buben“ stehen hier symbolisch für Menschen, die bewusst das Schlechte fördern, andere manipulieren oder zu Schaden und Fehlentscheidungen verleiten. Sie wirken verlockend und versuchen, ihre Ziele durch Überredung, Gruppenzwang oder Täuschung zu erreichen. Wer ihnen folgt, läuft Gefahr, selbst in Schwierigkeiten zu geraten, moralische Werte zu verlieren oder das eigene Leben in negative Bahnen zu lenken. Der Spruch macht deutlich, dass Freundschaft und Zugehörigkeit nicht über das Gewissen gestellt werden dürfen.

    Sprüche 1,10 zeigt aber auch die Verantwortung des Einzelnen. Es liegt an jedem selbst, kritisch zu prüfen, welchen Einflüssen er folgt, und mutig „Nein“ zu sagen. Dieses Prinzip ist nicht nur moralisch wichtig, sondern auch praktisch. Menschen, die früh lernen, Versuchungen zu widerstehen, entwickeln Selbstbewusstsein, Selbstkontrolle und ein stabiles Wertebewusstsein. Der Vers ermutigt also zu Standhaftigkeit und kluger Entscheidungsfähigkeit, die das eigene Leben positiv prägen.

    Darüber hinaus hat diese Weisheit eine moderne Bedeutung. Auch heute gibt es vielfältige Versuchungen – in der Schule, im Freundeskreis, in sozialen Medien oder in der Freizeit. Gruppenzwang, falsche Vorbilder oder kurzfristige Belohnungen können Menschen in die Irre führen. Die biblische Warnung aus Sprüche 1,10 erinnert daran, achtsam zu sein, die Konsequenzen des eigenen Handelns zu bedenken und Werte wie Ehrlichkeit, Respekt und Verantwortungsbewusstsein zu bewahren.

    Zusammenfassend lehrt Sprüche 1,10, dass man sich nicht von schlechten Einflüssen verführen lassen sollte. Die Botschaft ist klar: Mut, Selbstbewusstsein und kritisches Denken schützen vor Fehlentscheidungen und fördern ein verantwortungsvolles, stabiles Leben. Wer sich dieser Weisheit bewusst ist, kann Versuchungen erkennen, widerstehen und seinen eigenen Weg in Integrität und Klarheit gehen. Der Spruch zeigt, dass die Fähigkeit, „Nein“ zu sagen, eine der wichtigsten Tugenden für ein gutes Leben ist.


  • Feurige Kohlen auf sein Haupt häufen

    Feurige Kohlen auf sein Haupt häufen Sprüche 25,22; Römer 12,20

  • Der Gerechte erbarmt sich seines Viehs

    Der Gerechte erbarmt sich seines Viehs. Sprüche 12,10

  • Goldene Äpfel auf silbernen Schalen

    Goldene Äpfel auf silbernen Schalen Sprüche 25,11

  • Jemandem Grenzen setzen

    Jemandem Grenzen setzen Spr 8,28-30a

  • Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein

    Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein. Spr 26,27, Psalm 7,16; 9,16; 57,7; Römer 12,20

  • Wen der Herr lieb hat, den züchtigt er

    Wen der Herr lieb hat, den züchtigt er Sprüche 3,12; Hebräer 12,6

  • Das ist mir zu hoch

    Das ist mir zu hoch. Ijob 42,3b, Psalm 139,6, Sprüche 24,7

  • Hochmut kommt vor dem Fall

    Hochmut kommt vor dem Fall. Spr 16,18

  • Mit dem Mantel der Liebe zudecken 1.Petr.4,8; Sprüche 10,12;

    Mit dem Mantel der Liebe zudecken 1.Petr.4,8; Sprüche 10,12;

  • Der Mensch denkt und Gott lenkt

    Der Mensch denkt und Gott lenkt – Homo präponit, sed Deus disponit  Sprüche 16, 1-3.9

  • Das ist aber keine Offenbarung

    Das ist aber keine Offenbarung Sprüche 29,18

  • Jemandem mit Rat und Tat zur Seite stehen

    Jemandem mit Rat und Tat zur Seite stehen Spr. 8,14

  • Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold Ps 12,7; Sprüche 17,28

  • Den Schlaf des Gerechten schlafen

    Den Schlaf des Gerechten schlafen Spr 24,15; 3. Mose 26,6; Psalm 3,6; 4,9

  • Ein zweischneidiges Schwert sein

    Ein zweischneidiges Schwert sein Spr 5,4; hebräer 4,12; Offb.1,16; 2,12

  • Unrecht Gut gedeihet nicht

    Unrecht Gut gedeihet nicht Sprüche 10,2

  • Weisheit auf der Gasse

    Weisheit auf der Gasse Sprüche 1,20

  • Wie du mir, so ich dir

    Wie du mir, so ich dir. Sprüche 24,29

  • Glatte Worte geben

    Glatte Worte geben Sprüche 2,16