Kategorie: F

Bibelsprüche, die mit f beginnen

  • Der Fürst dieser Welt

    Der Fürst dieser Welt Johannes 12,31; 14,30

    Der Ausdruck „der Fürst dieser Welt“ begegnet im Evangelium nach Johannes (Joh 12,31; 14,30). Jesus spricht dort von einer Macht, die diese Welt prägt und beherrscht, aber deren Herrschaft begrenzt ist. „Jetzt wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden“, sagt er – und kündigt damit einen entscheidenden Wendepunkt an.

    Mit dem „Fürsten dieser Welt“ ist im johanneischen Verständnis die gottfeindliche Macht gemeint, die Menschen von Gott trennt – traditionell mit Satan identifiziert. „Fürst“ bezeichnet hier keinen legitimen Herrscher im göttlichen Sinn, sondern eine Macht, die Einfluss ausübt und Strukturen von Ungerechtigkeit, Lüge und Verblendung prägt. Sie wirkt real, doch sie ist nicht absolut.

    Bemerkenswert ist, dass Jesus diese Aussage im Zusammenhang seines bevorstehenden Leidens und Sterbens trifft. Gerade im Moment scheinbarer Niederlage kündigt er den Sturz dieser Macht an. Das Kreuz wird nicht als Triumph des Bösen verstanden, sondern als Beginn seiner Entmachtung. „Er hat nichts an mir“, sagt Jesus – die Macht des Bösen findet keinen Anknüpfungspunkt in ihm.

    Der Ausdruck macht deutlich, dass das Johannesevangelium die Welt in einer Spannung sieht: zwischen göttlichem Licht und widergöttlicher Finsternis. Doch die letzte Autorität liegt nicht beim „Fürsten dieser Welt“, sondern bei Gott. Seine Herrschaft ist zeitlich und inhaltlich begrenzt.

    So steht „der Fürst dieser Welt“ für die Erfahrung, dass das Böse Einfluss hat – aber nicht das letzte Wort. Jesu Sendung zielt darauf, diese Macht zu überwinden und Menschen in die Freiheit der Wahrheit zu führen. In diesem Licht wird der Ausdruck zu einer ernsten, aber hoffnungsvollen Aussage über die geistliche Wirklichkeit der Welt.

  • Auf schwachen Füßen stehen

    Auf schwachen Füßen stehen Dan 2,34

    Der Ausdruck „auf schwachen Füßen stehen“ lässt sich mit der Vision aus dem Buch Daniel (Dan 2,34) verbinden. Dort deutet der Prophet Daniel den Traum des babylonischen Königs Nebukadnezar: Eine gewaltige Statue erscheint, prächtig und beeindruckend, mit einem Haupt aus Gold, Brust und Armen aus Silber, Bauch aus Bronze und Beinen aus Eisen. Doch ihre Füße bestehen teils aus Eisen, teils aus Ton – eine brüchige Mischung. Ein Stein trifft die Statue an diesen Füßen, und das ganze Bauwerk stürzt ein.

    Die Füße tragen das Gewicht des Ganzen. Wenn sie schwach oder instabil sind, nützt die Pracht des oberen Teils nichts. Das Bild macht deutlich: Macht und Größe können beeindruckend wirken, doch ihre Beständigkeit hängt von ihrem Fundament ab. Wo dieses brüchig ist, wird selbst das Mächtigste zu Fall gebracht.

    Im übertragenen Sinn bedeutet „auf schwachen Füßen stehen“, dass etwas keine tragfähige Grundlage hat. Eine Entscheidung, ein System oder ein Plan mag äußerlich überzeugend erscheinen, doch wenn die innere Stabilität fehlt, ist sein Bestand gefährdet. Es reicht nicht, stark auszusehen – es kommt darauf an, fest gegründet zu sein.

    Die Vision Daniels weist zugleich über politische Reiche hinaus. Sie betont, dass menschliche Herrschaft vergänglich ist, während Gottes Reich Bestand hat. Der Stein, der die Statue trifft, wächst zu einem großen Berg und erfüllt die ganze Erde – ein Zeichen für eine Herrschaft, die nicht auf brüchigem Material, sondern auf göttlicher Beständigkeit gründet.

    So erinnert der Satz „auf schwachen Füßen stehen“ daran, wie wichtig ein tragfähiges Fundament ist – im persönlichen Leben ebenso wie in gesellschaftlichen Strukturen. Ohne festen Grund bleibt selbst das Glanzvollste gefährdet.

  • Jemanden mit Füßen treten

    Jemanden mit Füßen treten Josua 10,24; 1.Sam 2,29

    Der Ausdruck „jemanden mit Füßen treten“ hat im Alten Testament eine bildhafte und zugleich ernste Bedeutung. Das Buch Josua (Jos 10,24) berichtet, wie besiegte Könige niedergeworfen werden und die Anführer Israels ihre Füße auf deren Nacken setzen. Dieses Zeichen steht für vollständige Unterwerfung und militärischen Sieg. Der Fuß wird zum Symbol der Überlegenheit, der andere liegt wehrlos am Boden.

    Eine andere, innere Dimension klingt im Erstes Buch Samuel (1 Sam 2,29) an. Dort wird dem Priester Eli vorgeworfen, Gottes Opfer „zu ehren“ – im Sinn von missachten oder verachten – indem er das Fehlverhalten seiner Söhne duldet. Auch hier geht es um Geringschätzung, um das Niederdrücken dessen, was heilig oder wertvoll ist.

    Im übertragenen Sinn bedeutet „jemanden mit Füßen treten“, ihn zu demütigen, zu missachten oder seine Würde zu verletzen. Es beschreibt ein Verhalten, das Macht ausübt, ohne Rücksicht auf den anderen. Der Ausdruck macht deutlich, wie tief eine solche Herabsetzung trifft. Wer mit Füßen getreten wird, erfährt nicht nur Niederlage, sondern auch Entwürdigung.

    Die biblischen Texte zeigen zugleich, dass Macht nicht Selbstzweck ist. Sie steht unter Gottes Gericht. Wer andere unterdrückt oder das Heilige verachtet, setzt sich selbst einer höheren Verantwortung aus.

    So erinnert die Redewendung daran, wie verletzend Geringschätzung sein kann. Sie mahnt, die Würde des anderen zu achten und Macht nicht zur Demütigung zu gebrauchen. Denn vor Gott ist kein Mensch dazu bestimmt, mit Füßen getreten zu werden.

  • Buchstabe F

    Zur Fabel, zum Sprichwort werden

    Zur Fabel, zum Sprichwort werden 5.Mo.28,37

    Ohne Falsch sein

    Ohne Falsch sein Mt 10,16

    Das liegt mir völlig fern.

    Das liegt mir völlig fern. 1 Sam 14,45

    Das sei ferne von mir

    Das sei ferne von mir 1. Samuel 14,45; 2. Samuel 20,20; Römer 3,4.6

    Die fetten und die mageren Jahre

    Die fetten und die mageren Jahre Gen 41,29-31

    Mit Feuereifer

    Mit Feuereifer 5. Mose 4,24, Hebr 10,26-27

    Feurige Kohlen auf sein Haupt häufen

    Feurige Kohlen auf sein Haupt häufen Sprüche 25,22; Römer 12,20

    Eine Feuertaufe bestehen

    Eine Feuertaufe bestehen Mt 3,11

    Durch die Finger sehen

    Durch die Finger sehen 3.Mo. 20,4-5

    Unter seine Fittiche nehmen Ps 61,4.5; 91,4

    Unter seine Fittiche nehmen Ps 61,4.5; 91,4

    Sein eigen Fleisch und Blut

    Sein eigen Fleisch und Blut 1. Mose 37,27

    Sich nach den Fleischtöpfen Ägyptens (zurück-)sehnen

    Sich nach den Fleischtöpfen Ägyptens (zurück-)sehnen 2.Mose 16,3; 4.Mose11,4-6

    Freuet euch mit den Fröhlichen und weinet mit den Weinenden

    Freuet euch mit den Fröhlichen und weinet mit den Weinenden. Römer 12,15

    Friede sei mit dir! Friede sei mit euch!

    Friede sei mit dir! Friede sei mit euch! 1. Chr. 2,18; Psalm 106,1; Lukas 24,36; Johannes 20,19.21.26

    Er ruhe in Frieden – Requiescat in pace

    Er ruhe in Frieden – Requiescat in pace Psalm 4,9

    Die Friedenstaube

    Die Friedenstaube gilt als Friedenszeichen. – Nachdem der Regen nachgelassen hat und die  Arche gestrandet ist, sendet Noah ein Taube aus und danach noch eine zweite, die bei ihrer Rückkehr zur Arche einen Ölzweig im Schnabel trägt.
    1. Mose 8,11

    Friedfertig sein

    Friedfertig sein Mt 5,9

    Hundertfältige Frucht hervorbringen

    Hundertfältige Frucht hervorbringen Lk 8,8

    Jemanden oder etwas an seinen Früchten erkennen

    Jemanden oder etwas an seinen Früchten erkennen Mt 7,16-18.20

    Verbotene Frucht

    Verbotene Frucht

    Mit Furcht und Zittern

    Mit Furcht und Zittern 1 Kor 2,3; 2.Kor. 7,15

    Seinen Fuß auf den Nacken setzen

    Seinen Fuß auf den Nacken setzen

    Der Fürst dieser Welt

    Der Fürst dieser Welt Johannes 12,31; 14,30

    Auf schwachen Füßen stehen

    Auf schwachen Füßen stehen Dan 2,34