Vom Scheitel bis zur Sohle

„Vom Scheitel bis zur Sohle“ (5. Mose 28,35; 2. Samuel 14,25; Hiob 2,7)

Der Ausdruck „vom Scheitel bis zur Sohle“ stammt aus der Bildsprache der Bibel und findet sich in unterschiedlichen Zusammenhängen, etwa in 5. Mose 28,35, 2. Samuel 14,25 und Hiob 2,7. Er beschreibt den ganzen Menschen in seiner Gesamtheit – von oben bis unten, vollständig und ohne Ausnahme.

Im Buch Hiob wird dieser Ausdruck in einem besonders eindrücklichen Zusammenhang verwendet, um das Ausmaß einer Krankheit zu schildern, die Hiob „vom Scheitel bis zur Sohle“ betrifft. Damit wird deutlich gemacht, dass nicht nur ein einzelner Teil betroffen ist, sondern der ganze Körper.

Auch in anderen Stellen dient die Formulierung dazu, Ganzheit oder Vollständigkeit auszudrücken. Sie macht anschaulich, dass etwas den gesamten Menschen erfasst – sei es im körperlichen, im äußerlichen oder auch im übertragenen Sinn. Die Redewendung wird deshalb oft verwendet, um zu betonen, dass etwas umfassend und vollständig ist.

Im übertragenen Gebrauch beschreibt der Ausdruck Zustände oder Eigenschaften, die einen Menschen ganz und gar betreffen. Das kann sowohl körperliche Zustände als auch allgemeine Beschreibungen von Erscheinung oder Zustand umfassen.

„Vom Scheitel bis zur Sohle“ steht für die Vorstellung von Ganzheit und Vollständigkeit. Es ist ein bildhafter Ausdruck, der verdeutlicht, dass etwas nicht nur einen Teil, sondern den gesamten Menschen betrifft – ohne Einschränkung und ohne Auslassung.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert