Autor: admin
-
Man erntet, was man sät Galather 6,7 Der Satz „Man erntet, was man sät“ stammt aus dem Brief an die Galater (Gal 6,7). Dort schreibt der Apostel Paulus: „Irrt euch nicht! Gott lässt sich nicht spotten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten.“ Paulus greift hier ein Bild aus der Landwirtschaft auf, das…
-
„Erste werden Letzte sein“ nach Mt 19,29-30; Markus 10,31; Lukas 13,30 Wie können Erste Letzte sein und Letzte Erste werden? Jesus sagt, dass die, die ihm nachfolgen und ihr altes Leben verlassen haben, vielfach belohnt werden. Er betont , dass die, die zur Zeit Erste sind, am Ende Letzte sein. Solche, die Letzte sind, werden…
-
Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot Jes 22,12-14 Der Satz „Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot“ greift eine Haltung auf, die im Alten Testament kritisch beleuchtet wird. Im Buch Jesaja (Jes 22,12–14) schildert der Prophet eine Situation der Bedrohung für Jerusalem. Statt Umkehr, Trauer und Besinnung ruft…
-
Was werden wir essen, was werden wir trinken? Mt 6,31-33 Der Satz „Was werden wir essen, was werden wir trinken?“ stammt aus der Bergpredigt im Evangelium nach Matthäus (Mt 6,31–33). Jesus greift hier eine der grundlegendsten Sorgen des Menschen auf: die Angst um das tägliche Auskommen. Nahrung, Kleidung, Sicherheit – all das sind reale Bedürfnisse,…
-
Gehabt euch wohl Der Gruß „Gehabt euch wohl“ ist eine traditionelle Abschiedsformel, die in der deutschen Sprache vor allem in älteren oder feierlichen Kontexten Verwendung findet. Dieser Ausdruck bedeutet so viel wie „Macht’s gut“, „Lebt wohl“ oder „Seid wohlauf“. Er wünscht, dass die angesprochenen Personen in guter Verfassung bleiben und geschützt weitergehen mögen. Sprachlich ist…
-
Eine Evastochter sein Der Ausdruck „eine Evastochter sein“ geht zurück auf die Urgeschichte im Buch Genesis (1 Mose 3,20–4,2). Dort erhält die erste Frau den Namen Eva, „denn sie wurde die Mutter aller Lebendigen“. Mit dieser Benennung verbindet sich eine doppelte Bedeutung: Ursprung und Weitergabe des Lebens, aber auch die Erfahrung von Schuld, Schmerz und…
-
Zur Fabel, zum Sprichwort werden 5.Mo.28,37 Der Ausdruck „zur Fabel, zum Sprichwort werden“ entstammt den Fluchandrohungen im Deuteronomium (5. Mose 28,37). Dort wird Israel gewarnt: Wenn es den Bund mit Gott verlässt, werde es unter den Völkern „zum Entsetzen, zum Sprichwort und zum Spott“ werden. Das eigene Schicksal würde dann zur abschreckenden Geschichte – zu…
-
Ohne Falsch sein Mt 10,16 Der Ausdruck „ohne Falsch sein“ greift Jesu Wort aus dem Evangelium nach Matthäus (Mt 10,16) auf: „Seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben.“ In diesem Bild verbindet Jesus zwei scheinbar gegensätzliche Eigenschaften – Klugheit und Lauterkeit. „Ohne Falsch“ bedeutet frei von Hinterlist, Täuschung und doppeltem Spiel…
-
Ein falscher Prophet sein Mt 7,15-16 Der Ausdruck „ein falscher Prophet sein“ geht auf die Warnung Jesu im Evangelium nach Matthäus (Mt 7,15–16) zurück: „Hütet euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.“ Ein falscher Prophet ist demnach nicht leicht…
-
Das Feigenblatt gilt als biblischer Ausdruck für die schamhafte Verhüllung. Nach dem Sündenfall, dadurch dass sie von der verbotenen Frucht gegessen hatten, erkannten Adam und Eva, „dass sie nackt waren und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze.“ 1. Mose 3,7 Das „Feigenblatt“ ist ein biblischer Ausdruck für die schamhafte Verhüllung. Es geht auf die…
-
Ein Feigenblatt tragen Der Ausdruck „ein Feigenblatt tragen“ knüpft an die Erzählung vom Sündenfall im Buch Genesis (1. Mose 3,7) an. Nachdem Adam und Eva ihre Nacktheit erkannten, flochten sie Feigenblätter zusammen, um sich zu bedecken. Dieses Bild hat sich tief in die Sprache eingeprägt. „Ein Feigenblatt tragen“ bedeutet im übertragenen Sinn, etwas Unangenehmes oder…
-
Das liegt mir völlig fern. 1 Sam 14,45 Der Satz „Das liegt mir völlig fern“ findet seinen biblischen Hintergrund im Erstes Buch Samuel (1 Sam 14,45). In dieser Erzählung hatte König Saul einen unbedachten Schwur ausgesprochen: Jeder, der vor dem Abend etwas esse, solle sterben. Sein Sohn Jonathan jedoch hatte unwissentlich von Honig gekostet und…
-
Das sei ferne von mir 1. Samuel 14,45; 2. Samuel 20,20; Römer 3,4.6 Der Ausruf „Das sei ferne von mir!“ ist eine biblische Abwehrformel, die entschiedene Distanz zu einem als falsch erkannten Gedanken oder Handeln ausdrückt. Er begegnet im Erstes Buch Samuel (1 Sam 14,45), im Zweites Buch Samuel (2 Sam 20,20) und im Brief…
-
Die fetten Jahre sind vorbei Gen 41,25-31 Die Bibelstelle Gen 41,25–31 beschreibt einen entscheidenden Moment in der Josefsgeschichte: die Deutung der Träume des Pharaos. In diesen Versen erklärt Josef, dass die beiden Träume – die sieben fetten Kühe, die von sieben mageren Kühen gefressen werden, und die sieben vollen Ähren, die von sieben kümmerlichen verschlungen…
-
Die fetten und die mageren Jahre Gen 41,29-31 Der Ausdruck „die fetten und die mageren Jahre“ stammt aus der Traumdeutung Josefs im Buch Genesis (Gen 41,29–31). Josef erklärt dem Pharao, dass sieben Jahre großen Überflusses über Ägypten kommen werden, gefolgt von sieben Jahren Hungersnot, so schwer, dass man sich an den früheren Reichtum kaum noch…
-
Mit Feuereifer 5. Mose 4,24, Hebr 10,26-27 Der Ausdruck „mit Feuereifer“ hat seinen biblischen Hintergrund in eindringlichen Bildern vom verzehrenden Feuer Gottes. Im Deuteronomium (5. Mose 4,24) heißt es: „Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer, ein eifernder Gott.“ Und im Brief an die Hebräer (Hebr 10,26–27) wird vom „Feuereifer“ gesprochen, der das…
-
Feurige Kohlen auf sein Haupt häufen Sprüche 25,22; Römer 12,20 Der Ausdruck „feurige Kohlen auf sein Haupt häufen“ stammt aus dem Buch der Sprüche (Spr 25,22) und wird im Brief des Paulus an die Römer (Röm 12,20) vom Apostel Paulus aufgegriffen. Dort heißt es sinngemäß: Wenn dein Feind Hunger hat, gib ihm zu essen; wenn…
-
Eine Feuertaufe bestehen Mt 3,11 Der Ausdruck „eine Feuertaufe bestehen“ hat seinen Ursprung in der Verkündigung Johannes des Täufers im Evangelium nach Matthäus (Mt 3,11). Dort sagt er: „Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt … wird euch mit Heiligem Geist und mit Feuer taufen.“ Das Bild der Feuertaufe ist…
-
Durch die Finger sehen 3.Mo. 20,4-5 Der Ausdruck „durch die Finger sehen“ bedeutet, ein Unrecht bewusst zu übersehen, Nachsicht zu üben oder eine Verfehlung nicht zu ahnden. Sein biblischer Hintergrund lässt sich im Buch Levitikus (3. Mose 20,4–5) erkennen. Dort wird das Volk gewarnt, nicht „die Augen zu verschließen“, wenn jemand schwere Schuld auf sich…
-
Unter seine Fittiche nehmen Ps 61,4.5; 91,4 Der Ausdruck „unter seine Fittiche nehmen“ entstammt der Bildsprache der Psalmen, besonders dem Buch der Psalmen (Ps 61,4–5; 91,4). Dort wird Gott als schützender Zufluchtsort beschrieben: „Er wird dich mit seinen Fittichen decken, und Zuflucht wirst du haben unter seinen Flügeln.“ Die Fittiche – also die Flügel eines…
-
Sein eigen Fleisch und Blut 1. Mose 37,27 Der Ausdruck findet sich im Buch Genesis (1. Mose 37,27). In der Geschichte von Josef sagen seine Brüder: „Er ist unser Bruder, unser Fleisch und Blut.“ Trotz ihres Neides und ihrer feindlichen Gefühle erkennen sie damit die unauflösliche Verwandtschaft an, die sie mit ihm verbindet. „Fleisch und…
-
Sich nach den Fleischtöpfen Ägyptens (zurück-)sehnen 2.Mose 16,3; 4.Mose11,4-6 Der Ausdruck „sich nach den Fleischtöpfen Ägyptens (zurück-)sehnen“ geht auf die Klage der Israeliten in der Wüste zurück, wie Exodus (2. Mose 16,3) und Numeri (4. Mose 11,4–6) sie schildern. Nachdem das Volk aus der Knechtschaft Ägyptens befreit worden war, geriet es in der Wüste in…
-
Freuet euch mit den Fröhlichen und weinet mit den Weinenden. Römer 12,15 Der Satz „Freuet euch mit den Fröhlichen und weinet mit den Weinenden“ stammt aus dem Brief des Paulus an die Römer (Röm 12,15). Er steht im Zusammenhang einer Reihe von Ermahnungen, in denen der Apostel Paulus das Leben der christlichen Gemeinde beschreibt –…
-
Friede sei mit dir! Friede sei mit euch! 1. Chr. 2,18; Psalm 106,1; Lukas 24,36; Johannes 20,19.21.26 Der Gruß „Friede sei mit dir! Friede sei mit euch!“ durchzieht die Bibel wie ein leiser, aber kraftvoller Strom. Er begegnet in unterschiedlichen Zusammenhängen – als Segenswunsch, als liturgischer Ruf, als Zuspruch in Momenten der Angst. So klingt…
-
Er ruhe in Frieden – Requiescat in pace Psalm 4,9 Der Satz „Er ruhe in Frieden“ – lateinisch Requiescat in pace – ist ein traditioneller Wunsch für Verstorbene. Sein geistlicher Hintergrund lässt sich mit Worten aus dem Buch der Psalmen verbinden, besonders mit Psalm 4,9: „Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du,…