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Bibelsprüche, die mit e beginnen

  • Zum Eckstein werden

    Zum Eckstein werden Jes. 28,16

    Der Ausdruck „zum Eckstein werden“ hat seinen Ursprung im Prophetenbuch des Alten Testaments. Im Buch Jesaja (Jes 28,16) heißt es: „Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, der fest gegründet ist. Wer glaubt, der flieht nicht.“

    Der Eckstein war im antiken Bauwesen von entscheidender Bedeutung. Er verband zwei Mauern miteinander und gab dem ganzen Gebäude Halt und Ausrichtung. War dieser Stein tragfähig und exakt gesetzt, stand das Haus sicher. War er fehlerhaft, geriet das ganze Bauwerk in Gefahr. Das Bild ist daher kraftvoll. Gott selbst legt einen festen Grund, auf dem Leben und Gemeinschaft aufgebaut werden können.

    Im Zusammenhang spricht Jesaja zu einer Zeit politischer Unsicherheit. Statt auf Gott zu vertrauen, suchten die Verantwortlichen Judas Sicherheit in Bündnissen und menschlichen Strategien. Der Prophet hält dagegen: Nicht menschliche Berechnung, sondern Gottes gesetzter Grundstein bringt Bestand.

    Später wird dieses Bild im Neuen Testament auf Christus bezogen. Der Stein, der zunächst unbeachtet oder verworfen erscheint, wird zum tragenden Fundament. Damit bekommt die Metapher eine zusätzliche Tiefe. Was Menschen übersehen oder ablehnen, gewinnt in Gottes Plan zentrale Bedeutung.

    „Zum Eckstein werden“ bedeutet daher mehr als nur wichtig sein. Es heißt, tragender Mittelpunkt zu sein, Orientierung zu geben und anderen Halt zu schenken. Der Vers lädt dazu ein, das eigene Leben zu prüfen: Worauf bauen wir? Auf wechselhafte Sicherheiten – oder auf ein Fundament, das trägt?

    So steht der Eckstein als Symbol für Verlässlichkeit und Vertrauen. Wer auf diesen Grund baut, darf hoffen, dass sein Lebenshaus auch in stürmischen Zeiten Bestand hat.

  • Ein Garten Eden

    Ein Garten Eden in 1. Mose 2

    Der Ausdruck „ein Garten Eden“ ist zum Sinnbild für einen Ort des Friedens, der Schönheit und der ungetrübten Harmonie geworden. Sein Ursprung liegt im ersten Buch der Bibel, dem Buch Genesis. Dort wird erzählt, wie Gott einen Garten in Eden pflanzte und den Menschen hineinsetzte, „dass er ihn bebaue und bewahre“ (Gen 2).

    Der Garten Eden ist mehr als nur eine idyllische Landschaft. Er steht für den ursprünglichen Zustand der Schöpfung: ein Leben im Einklang mit Gott, mit der Natur und miteinander. Wasserquellen durchziehen den Garten, Bäume tragen reiche Früchte, und der Mensch lebt ohne Angst und Mangel. Eden ist ein Bild vollkommener Geborgenheit.

    Doch die Erzählung berichtet auch vom Verlust dieses Ortes. Durch Misstrauen und Ungehorsam geht die unmittelbare Nähe zu Gott verloren, und der Mensch muss den Garten verlassen. Seitdem ist „Eden“ nicht nur Symbol für Schönheit, sondern auch für eine Sehnsucht – die Sehnsucht nach einer heilen Welt.

    Wenn man heute einen Ort als „einen Garten Eden“ bezeichnet, meint man meist eine besonders friedliche, paradiesische Umgebung: einen üppigen Park, eine unberührte Landschaft oder einen Platz, an dem man zur Ruhe kommt. Doch im biblischen Sinn geht es um mehr als äußere Idylle. Es geht um eine innere und geistliche Harmonie.

    Der Begriff erinnert daran, dass der Mensch auf Gemeinschaft, Vertrauen und Verantwortung hin geschaffen ist. Dieser Ort ist aber nicht nur Geschenk, sondern auch Auftrag: den Garten zu „bebauen und zu bewahren“. Und dann verbindet der Ausdruck Schönheit mit Verantwortung.

    „Ein Garten Eden“ bleibt daher ein starkes Bild – für Ursprung und Ziel, für verlorene Unschuld und erneuerte Hoffnung, für die Sehnsucht nach einem Ort, an dem Mensch und Schöpfung wieder in Frieden miteinander leben.

  • Jenseits von Eden

    Jenseits von Eden

    Der Ausdruck greift ein starkes biblisches Bild auf. Sein Ursprung liegt im Bericht vom Garten Eden im Buch Genesis. Nachdem Adam und Eva den Garten verlassen müssen, beginnt das Leben außerhalb des Paradieses – ein Leben mit Mühe, Schmerz und Vergänglichkeit. „Jenseits von Eden“ bezeichnet somit den Zustand des Menschen nach dem Verlust der ursprünglichen Harmonie mit Gott.

    Das Paradies, der Garten Eden steht für Unmittelbarkeit, Vertrauen und Fülle. Jenseits davon beginnt die Realität des Alltags: Arbeit im Schweiße des Angesichts, Konflikte, Schuld und Tod. Der Ausdruck beschreibt daher die menschliche Existenz, wie wir sie kennen – geprägt von Sehnsucht nach dem Verlorenen und zugleich von der Aufgabe, Verantwortung in einer unvollkommenen Welt zu übernehmen.

    Im kulturellen Kontext wurde das Motiv besonders bekannt durch den Roman East of Eden von John Steinbeck, der die biblische Geschichte von Kain und Abel neu interpretiert. Auch die Verfilmung „East of Eden“ mit James Dean trug dazu bei, dass der Ausdruck zu einem geflügelten Wort wurde. Es steht dort für menschliche Zerrissenheit, Freiheit und die Möglichkeit, sich trotz Schuld für das Gute zu entscheiden.

    Das mittlerweile geflügelte Wort bedeutet also nicht nur Verlust, sondern auch Reife. Der Mensch lebt nicht mehr im geschützten Garten, sondern in einer Welt, die Entscheidungen fordert. Gerade darin liegt Würde und Verantwortung.

    Der Ausdruck erinnert daran, dass das Paradies nicht einfach zurückgewonnen werden kann. Doch zugleich trägt die biblische Hoffnung die Verheißung in sich, dass Gott den Menschen auch außerhalb Edens begleitet. So wird „jenseits von Eden“ zu einem Bild für das reale Leben – mit seinen Brüchen, aber auch mit der Hoffnung auf Versöhnung und Neubeginn.

  • Ehre einlegen

    Ehre einlegen 2.Mose14,17.18; Ps.46,11

  • Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen

    Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen Lukas 2,14

  • Ehre, wem Ehre gebührt

    Ehre, wem Ehre gebührt Röm 13,6b-8

  • Auch einer von denen

    Auch einer von denen Matthäus 26,73

  • Eitel sein

    Eitel sein 1 Tim 1,5-7

  • Es ist alles ganz eitel Prediger 1,2; 12,8;

    Es ist alles ganz eitel Prediger 1,2; 12,8;

  • Im Elfenbeinturm leben

    Im Elfenbeinturm leben Hld. 7,5

  • Bis an das Ende der Welt

    Bis an das Ende der Welt Mk 13,24-27

  • Bis ans Ende aller Dinge

    Bis ans Ende aller Dinge. 1.Petr.4,7; Sirach 40,25; Apg.13,47

  • Ein Ende mit Schrecken nehmen

    Ein Ende mit Schrecken nehmen Psalm 73,19

  • Ein Ende mit Schrecken ist besser als ein Schrecken ohne Ende

    Ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende Ps 73,18-19

  • Man soll keinen vor seinem Ende rühmen

    Man soll keinen vor seinem Ende rühmen. Sirach 11,28

  • Bis an die Enden der Erde

    Bis an die Enden der Erde Ps 72,8

  • Ein Engel sein Tob 5,4

    Ein Engel sein Tob 5,4

  • Mit Engelszungen reden 1 Kor 13,1

    Mit Engelszungen reden 1 Kor 13,1

  • Wie vom Erdboden verschluckt

    Wie vom Erdboden verschluckt 4. Mose 16,30-33

  • Alles, was aus der Erde kommt, muss wieder zu Erde werden

    Alles, was aus der Erde kommt, muss wieder zu Erde werden. Sirach 40,11

  • Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.

    Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden. – Gott weist den Menschen in die Schranken. 1. Mo.3,19

  • Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt – wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden

    Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt – wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden. Matthäus 23,23; Lk. 14,10-11, Hesekiel 17,24; 21,31

  • Man erntet, was man sät

    Man erntet, was man sät Galather 6,7

  • Erste werden Letzte sein

    Erste werden Letzte sein“ nach Mt 19,29-30; Markus 10,31; Lukas 13,30

    Wie können Erste Letzte sein und Letzte Erste werden?

    Jesus sagt, dass die, die ihm nachfolgen und ihr altes Leben verlassen haben, vielfach belohnt werden. Er betont , dass die, die zur Zeit Erste sind, am Ende Letzte sein. Solche, die Letzte sind, werden Erste sein (Mt 19,29.30). Jesus wiederholt diese Mahnung von der Umkehrung der Rangfolge im Zusammenhang mit dem Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Mt 20,16).

    Bei einer anderen Gelegenheit fragt Petrus, was aus den Jüngern werden soll, die so vieles aufgegeben haben. Jesus antwortet darauf, dass denen, die ihr Leben drangegeben haben, ein vielfacher Lohn werden soll. Er mahnt wieder, dass Erste auch Letzte werden und Letzte Erste werden können (Markus 10,28-31).

    Ebenso in dem Gleichnis von der engen Pforte und der verschlossenen Tür mahnt Jesus, dass Erste Letzte und Letzte Erste sein werden. (Lk.13,22-30).

    Aus der Mahnung des Jesus von Nazareth wird im deutschen Sprachraum ein geflügeltes Wort, das geistliche wie weltliche Interpretationen zulässt.

    Umkehrung der Reihenfolge

    Mit Schadenfreude oder Ironie wird gerne die Umkehrung einer Reihenfolge festgestellt. Wenn z.B. ein Zug die Richtung wechselt, dürfen diejenigen, die bisher vorne dabei waren, nach der Richtungsänderung hinterherlaufen. Oder wenn Gäste, die als Letzte oder gar verspätet eintreffen, die Ersten am Buffet sind.

    Lernende, die mit einem Fach gar nichts anfangen können, glänzen in anderen. Schüler, die z.B Biologie nicht können, werden dann doch passable Gärtner.

    Andererseits können auch Menschen, die sich für sehr wichtig und privilegiert halten, ihre Position verlieren. Andere, die vorher eine bescheidene Rolle spielten, können dann aufsteigen. Wer sich in seinem Leben immer an vorderer Stelle sieht, könnte in einer anderen Daseinsform oder Weltordnung enttäuscht werden durch eine weniger beachtete Rangstufe. Und wer sich im Diesseits in Demut zu üben gelernt hat, wird später durch eine gehobene Position belohnt.

    Das Sprichwort warnt vor hochmütiger Anspruchshaltung und mahnt zur Bescheidenheit. Es ermuntert, auf Gerechtigkeit zu hoffen und an eine neue Ordnung zu glauben, in der Schwache geschützt werden.

    Die Zusage, dass Letzte Erste werden, ermutigt, an die Wahrheit und den Sinn zu glauben von sozialer Gerechtigkeit, von Demut und von der Hoffnung für Benachteiligte. Aber die Zusage ermuntert auch, an die Strebsamkeit zu glauben. Die Zusage ermuntert, an die Durchlässigkeit der Gemeinschaft von unten nach oben, die auch die Letzten durch ihren Fleiß, ihren Einsatz und ihre Arbeit (nicht nur am Werk Gottes!) und durch Gottes Gnade und Seinen Segen Erste werden lässt.

  • Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot

    Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot Jes 22,12-14