Kategorie: E

Bibelsprüche, die mit e beginnen

  • Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot

    Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot Jes 22,12-14

    Der Satz „Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot“ greift eine Haltung auf, die im Alten Testament kritisch beleuchtet wird. Im Buch Jesaja (Jes 22,12–14) schildert der Prophet eine Situation der Bedrohung für Jerusalem. Statt Umkehr, Trauer und Besinnung ruft das Volk zu Festen und Gelagen auf. Angesichts der Gefahr sagen sie sinngemäß: Wenn ohnehin alles vergeht, dann genießen wir wenigstens noch den Augenblick.

    Jesaja kritisiert nicht das Essen oder Feiern an sich, sondern die innere Haltung dahinter. Es ist eine Resignation, die Verantwortung verdrängt. Statt die Krise als Ruf zur Umkehr zu verstehen, wird sie mit Vergnügen übertönt. Der Satz steht damit für eine Lebensphilosophie, die das Heute absolut setzt und das Morgen ausblendet.

    In gewisser Weise ist diese Haltung zeitlos. Wenn Zukunft unsicher erscheint, liegt die Versuchung nahe, nur noch im Moment zu leben – ohne Rücksicht auf Folgen oder Sinn. Doch der Prophet macht deutlich: Ein solches Denken führt in die Leere. Wer das Leben auf kurzfristigen Genuss reduziert, übersieht seine tiefere Berufung.

    Die Bibel stellt dem eine andere Perspektive gegenüber. Das Leben ist kostbar, aber nicht beliebig. Es ist Geschenk und Aufgabe zugleich. Freude und Genuss haben ihren Platz, doch sie stehen nicht anstelle von Verantwortung und Vertrauen auf Gott.

    So wird der Satz bei Jesaja zur Warnung. Er entlarvt eine Haltung, die aus Angst oder Gleichgültigkeit entsteht. Statt „morgen sind wir tot“ gilt die Hoffnung, dass Gott Zukunft schenkt – und dass es sich lohnt, heute so zu leben, dass auch morgen Bestand hat.

  • Was werden wir essen, was werden wir trinken?

    Was werden wir essen, was werden wir trinken? Mt 6,31-33

    Der Satz „Was werden wir essen, was werden wir trinken?“ stammt aus der Bergpredigt im Evangelium nach Matthäus (Mt 6,31–33). Jesus greift hier eine der grundlegendsten Sorgen des Menschen auf: die Angst um das tägliche Auskommen. Nahrung, Kleidung, Sicherheit – all das sind reale Bedürfnisse, die das Leben bestimmen.

    Jesus verurteilt diese Fragen nicht, sondern stellt sie in einen größeren Zusammenhang. Er verweist auf die Vögel des Himmels und die Lilien des Feldes. Sie sorgen nicht im menschlichen Sinn, und doch werden sie versorgt. Daraus folgt keine Aufforderung zur Untätigkeit, sondern zur inneren Gelassenheit. Das Leben besteht aus mehr als Essen und Trinken; der Mensch ist mehr als sein materieller Bedarf.

    Im Mittelpunkt steht der bekannte Ruf: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.“ Die Reihenfolge ist entscheidend. Nicht die Sorge soll das Denken beherrschen, sondern das Vertrauen. Wer sein Leben auf Gottes Willen ausrichtet, darf darauf bauen, dass das Notwendige nicht fehlt.

    Die Frage „Was werden wir essen, was werden wir trinken?“ ist zeitlos. In jeder Generation stehen Menschen vor Unsicherheit, wirtschaftlichen Sorgen oder existenziellen Ängsten. Jesu Antwort nimmt diese Sorgen ernst, aber sie relativiert sie zugleich. Sie ruft dazu auf, sich nicht von Angst bestimmen zu lassen, sondern vom Vertrauen auf Gottes Fürsorge.

    So wird die Frage nicht verdrängt, sondern verwandelt. Aus der Sorge um das Morgen wächst die Einladung, heute im Vertrauen zu leben – mit offenen Händen, die arbeiten, und einem Herzen, das auf Gott hofft.

  • Eine Evastochter sein

    Eine Evastochter sein

    Der Ausdruck „eine Evastochter sein“ geht zurück auf die Urgeschichte im Buch Genesis (1 Mose 3,20–4,2). Dort erhält die erste Frau den Namen Eva, „denn sie wurde die Mutter aller Lebendigen“. Mit dieser Benennung verbindet sich eine doppelte Bedeutung: Ursprung und Weitergabe des Lebens, aber auch die Erfahrung von Schuld, Schmerz und Hoffnung.

    Eva steht am Anfang der Menschheitsgeschichte. Sie ist nicht nur Einzelperson, sondern Urbild. Als „Mutter aller Lebendigen“ wird sie zur Stammmutter der Menschheit. „Evastochter“ zu sein heißt daher zunächst: Teil dieser großen Menschheitsfamilie zu sein, in der Leben empfangen und weitergegeben wird.

    Doch der Zusammenhang von Genesis 3 und 4 zeigt auch die Spannung dieses Daseins. Nach dem Sündenfall treten Mühe, Schmerzen und Konflikte ins Leben ein. Eva bringt Kain und Abel zur Welt – und erlebt zugleich den ersten Brudermord. Freude über neues Leben und Leid über menschliche Schuld stehen dicht nebeneinander. Eine „Evastochter“ zu sein bedeutet daher auch, in dieser gebrochenen Welt zu leben: zwischen Hoffnung und Gefährdung.

    Zugleich bleibt in Evas Geschichte eine Verheißung. Trotz Versagen wird Leben geschenkt. Trotz Verlust geht die Geschichte weiter. Eva nennt ihren Sohn Kain mit den Worten: „Ich habe einen Mann gewonnen mit Hilfe des HERRN.“ Darin klingt Vertrauen an – Gott bleibt der Geber des Lebens.

    Der Ausdruck „Evastochter“ kann somit vielschichtig verstanden werden. Er erinnert an die Würde des Lebens, an die Verbundenheit aller Menschen und an die Verantwortung, mit diesem Leben sorgsam umzugehen. Er erinnert aber auch daran, dass Menschsein von Anfang an ein Leben zwischen Gnade und Zerbrechlichkeit ist.

    So steht die „Evastochter“ für das Menschsein selbst: getragen von Ursprung und Hoffnung, geprägt von Freiheit und Verantwortung – und immer wieder neu auf Gottes Begleitung angewiesen.

  • Buchstabe E

    Zum Eckstein werden

    Zum Eckstein werden Jes. 28,16

    Ein Garten Eden

    Ein Garten Eden

    Jenseits von Eden

    Jenseits von Eden

    Ehre einlegen

    Ehre einlegen 2.Mose14,17.18; Ps.46,11

    Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen

    Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen Lukas 2,14

    Ehre, wem Ehre gebührt

    Ehre, wem Ehre gebührt Röm 13,6b-8

    Auch einer von denen

    Auch einer von denen Matthäus 26,73

    Eitel sein

    Eitel sein 1 Tim 1,5-7

    Es ist alles ganz eitel Prediger 1,2; 12,8;

    Es ist alles ganz eitel Prediger 1,2; 12,8;

    Im Elfenbeinturm leben

    Im Elfenbeinturm leben Hld. 7,5

    Bis an das Ende der Welt

    Bis an das Ende der Welt Mk 13,24-27

    Bis ans Ende aller Dinge

    Bis ans Ende aller Dinge. 1.Petr.4,7; Sirach 40,25; Apg.13,47

    Ein Ende mit Schrecken nehmen

    Ein Ende mit Schrecken nehmen Psalm 73,19

    Ein Ende mit Schrecken ist besser als ein Schrecken ohne Ende

    Ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende Ps 73,18-19

    Man soll keinen vor seinem Ende rühmen

    Man soll keinen vor seinem Ende rühmen. Sirach 11,28

    Bis an die Enden der Erde

    Bis an die Enden der Erde Ps 72,8

    Ein Engel sein Tob 5,4

    Ein Engel sein Tob 5,4

    Mit Engelszungen reden 1 Kor 13,1

    Mit Engelszungen reden 1 Kor 13,1

    Wie vom Erdboden verschluckt

    Wie vom Erdboden verschluckt 4. Mose 16,30-33

    Alles, was aus der Erde kommt, muss wieder zu Erde werden

    Alles, was aus der Erde kommt, muss wieder zu Erde werden. Sirach 40,11

    Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden.

    Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden. – Gott weist den Menschen in die Schranken. 1. Mo.3,19

    Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt – wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden

    Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt – wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden. Matthäus 23,23; Lk. 14,10-11, Hesekiel 17,24; 21,31

    Man erntet, was man sät

    Man erntet, was man sät Galather 6,7

    Erste werden Letzte sein

    Erste werden Letzte sein Mt 19,29-30; Markus 10,31; Lukas 13,30

    Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot

    Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot Jes 22,12-14

    Was werden wir essen, was werden wir trinken?

    Was werden wir essen, was werden wir trinken? Mt 6,31-33

    Eine Evastochter sein

    Eine Evastochter sein