Schlagwort: Jesaja

  • Das A und O (einer Sache) sein

    Das A und O (einer Sache) sein

    (nach Jesaja 41,4; 44,6; 48,12; Offenbarung 1,8.11; 21,6; 22,13)

    Der Ausdruck „das A und O“ – also „das Alpha und das Omega“ – ist tief in der biblischen Sprache verwurzelt. Er stammt aus dem Griechischen Alphabet, in dem Alpha der erste und Omega der letzte Buchstabe ist. Wenn Gott in der Bibel sagt: „Ich bin das Alpha und das Omega“ (Offb 1,8), so bedeutet das: Er ist der Anfang und das Ende, Ursprung und Vollendung, der, von dem alles ausgeht und zu dem alles zurückkehrt.

    Diese Selbstoffenbarung Gottes findet ihre Wurzeln bereits im Alten Testament. In Jesaja 41,4 spricht Gott: „Ich bin der Erste und ich bin bei den Letzten derselbe.“ Ebenso in Jesaja 44,6: „Ich bin der Erste und der Letzte, und außer mir gibt es keinen Gott.“ Und in Jesaja 48,12 heißt es: „Ich bin derselbe, ich bin der Erste, ich bin auch der Letzte.“ Diese Aussagen unterstreichen die Einzigkeit und Ewigkeit Gottes. Er steht über der Geschichte, er umfasst Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Kein anderes Wesen teilt seine göttliche Beständigkeit.

    Im Neuen Testament greift die Offenbarung des Johannes dieses Motiv auf und überträgt es auf Christus selbst. In Offb 1,8 sagt der Herr: „Ich bin das Alpha und das Omega, spricht Gott der Herr, der ist und der war und der kommt, der Allmächtige.“ Und am Ende der Schrift heißt es noch einmal: „Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende“ (Offb 22,13). Hier wird deutlich: Christus teilt Gottes Ewigkeit – er ist der Herr der Geschichte, der alles begonnen hat und alles vollenden wird.

    Die Redewendung im Alltag

    Wenn man im alltäglichen Sprachgebrauch sagt, jemand sei „das A und O einer Sache“, dann meint man: Er oder sie ist das Entscheidende, der Mittelpunkt, das Wesentliche. Diese Redewendung geht also auf die tief biblische Wahrheit zurück, dass Gott selbst der Ursprung und das Ziel allen Lebens ist. Was keinen Bezug zu ihm hat, verliert seinen Sinn und seine Richtung.

    So lädt das biblische „A und O“ dazu ein, Gott in allen Dingen als den Ersten und Letzten zu erkennen – als den, der allem Sinn gibt und in dem alles seinen Abschluss findet. Wer Gott in den Mittelpunkt seines Lebens stellt, hat das „A und O“ gefunden: den festen Anfang, den tragenden Grund und das verheißene Ziel des Daseins.

  • Zum Eckstein werden

    Zum Eckstein werden Jes. 28,16

    Der Ausdruck „zum Eckstein werden“ hat seinen Ursprung im Prophetenbuch des Alten Testaments. Im Buch Jesaja (Jes 28,16) heißt es: „Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, der fest gegründet ist. Wer glaubt, der flieht nicht.“

    Der Eckstein war im antiken Bauwesen von entscheidender Bedeutung. Er verband zwei Mauern miteinander und gab dem ganzen Gebäude Halt und Ausrichtung. War dieser Stein tragfähig und exakt gesetzt, stand das Haus sicher. War er fehlerhaft, geriet das ganze Bauwerk in Gefahr. Das Bild ist daher kraftvoll. Gott selbst legt einen festen Grund, auf dem Leben und Gemeinschaft aufgebaut werden können.

    Im Zusammenhang spricht Jesaja zu einer Zeit politischer Unsicherheit. Statt auf Gott zu vertrauen, suchten die Verantwortlichen Judas Sicherheit in Bündnissen und menschlichen Strategien. Der Prophet hält dagegen: Nicht menschliche Berechnung, sondern Gottes gesetzter Grundstein bringt Bestand.

    Später wird dieses Bild im Neuen Testament auf Christus bezogen. Der Stein, der zunächst unbeachtet oder verworfen erscheint, wird zum tragenden Fundament. Damit bekommt die Metapher eine zusätzliche Tiefe. Was Menschen übersehen oder ablehnen, gewinnt in Gottes Plan zentrale Bedeutung.

    „Zum Eckstein werden“ bedeutet daher mehr als nur wichtig sein. Es heißt, tragender Mittelpunkt zu sein, Orientierung zu geben und anderen Halt zu schenken. Der Vers lädt dazu ein, das eigene Leben zu prüfen: Worauf bauen wir? Auf wechselhafte Sicherheiten – oder auf ein Fundament, das trägt?

    So steht der Eckstein als Symbol für Verlässlichkeit und Vertrauen. Wer auf diesen Grund baut, darf hoffen, dass sein Lebenshaus auch in stürmischen Zeiten Bestand hat.

  • Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot

    Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot Jes 22,12-14

  • Geduldig wie ein Lamm, Lammsgeduld

    Geduldig wie ein Lamm, Lammsgeduld Jesaja 53,7

  • Sein Haus bestellen

    Sein Haus bestellen Jesaja 38,1

  • Ein Himmel wie ein Sack Jesaja 50,3

    Ein Himmel wie ein Sack Jesaja 50,3

  • Vom Himmel fallen

    Vom Himmel fallen Jesaja 14,12

  • Unter aller Kanone sein

    Unter aller Kanone sein Ez 40,5, Jes 46,5-6.7b-9

  • Den Kopf hängen lassen

    Den Kopf hängen lassen Jes 58,4b-5a

  • Wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird

    Wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird Jes 53,7

  • Nur ein Lippenbekenntnis ablegen

    Nur ein Lippenbekenntnis ablegen Jes 29,13-14

  • Seinen Mund nicht aufmachen

    Seinen Mund nicht aufmachen Jes 53,7

  • Tauben Ohren predigen

    Tauben Ohren predigen Jes 6,10; 42,20; Matthäus 13,13

  • Philister

    Philister Amos 9,7, Richter 15-16, 1. Samuel 4-6, 1. Samuel 17, Jesaja 9,11

  • Ein Prediger in der Wüste sein

    Ein Prediger in der Wüste sein Jes. 40,3, Matthäus 3,3

  • Falsche Propheten

    Falsche Propheten Jesaja, Jeremia, Hesekiel, 1. Könige 22,22.23; Matthäus 7,15

  • In Quarantäne nehmen

    In Quarantäne nehmen Jesaja 26:20

  • Der Tag der Rache

    Der Tag der Rache Jesaja 34,8

  • Wie ein Rufer in der Wüste

    Wie ein Rufer in der Wüste Jesaia 40.3

  • In der Ruhe liegt die Kraft

    In der Ruhe liegt die Kraft Jesaja 30,15

  • Wie Sand am Meer

    Wie Sand am Meer 1.Mose 22,15-17; 41,49; Jesaja10,22

  • Schwerter zu Pflugscharen schmieden

    Schwerter zu Pflugscharen schmieden Jes 2,4

  • Der Stein des Anstoßes

    Der Stein des Anstoßes Jesaja 8,14; Römer 9,32.33; 1. Petrus 2,8

  • Auf Treu und Glauben

    Auf Treu und Glauben Jesaja 33,8

  • Der Verstand der Verständigen

    Der Verstand der Verständigen 1. Korinther 1,19; Jesaja 29,14