Schlagwort: Matthäus

  • Talent haben nach Mt 25,15 Die Redewendung „Talent haben“ gehört heute zu den geläufigsten Ausdrücken für besondere Begabungen und Fähigkeiten. Man spricht von einem musikalischem oder sportlichem Talent oder einem Menschen, der eine besondere Gabe für Sprachen besitzt. Der Ursprung des Wortes „Talent“ liegt jedoch nicht in der Beschreibung von Begabungen, sondern in der Bibel,…

  • Zum Tempel hinaustreiben Matthäus 21,12; Markus 11,15; Lukas 19,45; Johannes 2,15 Der Ausdruck „zum Tempel hinaustreiben“ bezieht sich auf eine eindrückliche Handlung Jesu, die in allen vier Evangelien überliefert ist (Matthäus 21,12; Markus 11,15; Lukas 19,45; Johannes 2,15). Dabei geht Jesus in den Tempel und vertreibt die Händler und Geldwechsler, die den Ort für ihren…

  • Den Teufel durch Beelzebub austreiben Mt. 12,24.27; Lukas 11,15-19 Der Ausdruck „den Teufel durch Beelzebub austreiben“ begegnet in den Evangelien nach Matthäus (12,24.27) und Lukas (11,15–19). Er fällt im Zusammenhang mit der Reaktion auf Jesu Wirken: Als Menschen erleben, dass er Kranke heilt und Dämonen austreibt, versuchen einige seiner Gegner, dies zu erklären, indem sie…

  • Lass die Toten ihre Toten begraben Matthäus 8,22; Lukas 9,60 Der Satz „Lass die Toten ihre Toten begraben“ gehört zu den ungewöhnlichsten und zugleich herausforderndsten Aussagen Jesu im Neuen Testament. Er findet sich in Matthäus 8,22 und Lukas 9,60. Auf den ersten Blick wirkt diese Aussage hart und schwer verständlich. Doch bei genauerem Hinsehen erschließt…

  • Treuhänder sein Matthäus 25, 14–30 Der Ausdruck „Treuhänder sein“ lässt sich gut mit dem Gleichnis von den anvertrauten Talenten in Matthäus 25,14–30 verbinden. In diesem Gleichnis vertraut ein Herr seinen Dienern Vermögen an – jedem nach seinen Fähigkeiten – bevor er auf Reisen geht. Die Diener werden damit zu Treuhändern: Sie erhalten etwas, das ihnen…

  • Das eine tun und das andere nicht lassen Mt 23,23; Lukas 11,42 Die Redewendung „Das eine tun und das andere nicht lassen“ hat ihren Ursprung in den Worten Jesu im Neuen Testament. Sie findet sich in Matthäus 23,23 und in ähnlicher Form in Lukas 11,42. Heute wird dieser Ausdruck oft verwendet, um auszudrücken, dass man…

  • Das Tüpfelchen auf dem i nach Matthäus 5,18 Die Redewendung „das Tüpfelchen auf dem i“ wird heute verwendet, um ein kleines, aber wichtiges Detail zu beschreiben, das etwas vervollständigt oder perfektioniert. Wenn von einem gelungenen Werk, einer gelungenen Feier oder einer besonderen Leistung gesprochen wird, kann das „Tüpfelchen auf dem i“ den letzten entscheidenden Akzent…

  • Unkraut zwischen den Weizen säen Matthäus 13,25 Der Ausdruck „Unkraut zwischen den Weizen säen“ stammt aus dem Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen in Matthäus 13,25. In diesem Gleichnis erzählt Jesus von einem Bauern, der guten Samen auf sein Feld sät. Während die Arbeiter schlafen, kommt jedoch ein Feind und sät Unkraut mitten unter den…

  • Hände in Unschuld waschen5. Mose 21,1-9; Psalm 26,6; 73,13; Mt 27,24 Der Ausdruck „Hände in Unschuld waschen“ hat seinen Ursprung in verschiedenen biblischen Texten wie 5. Mose 21,1–9, Psalm 26,6, Psalm 73,13 und Matthäus 27,24. Er ist zu einer festen Redewendung geworden. Sie wird die bis heute verwendet, um sich von Schuld oder Verantwortung zu…

  • Jemanden verleugnen Mt 26,33-35 Die Redewendung „jemanden verleugnen“ bedeutet, eine Person nicht anzuerkennen, die Verbindung zu ihr abzustreiten oder sich von ihr zu distanzieren. Ihren bekanntesten biblischen Hintergrund hat sie in der Passionsgeschichte Jesu. In Matthäus 26,33–35 kündigt Jesus seinen Jüngern an, dass sie ihn in der bevorstehenden schweren Zeit verlassen werden. Besonders Petrus widerspricht…

  • Sich selbst verleugnen Matthäus 16,24 Die Redewendung „sich selbst verleugnen“ geht auf eine Aussage Jesu im Matthäusevangelium zurück. Dort sagt Jesus zu seinen Jüngern: „Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach“ (Matthäus 16,24). Diese Worte gehören zu den bekanntesten und zugleich anspruchsvollsten Aufforderungen des…

  • Da verließen sie ihn nach Mt 26,56b Die Worte „Da verließen ihn alle Jünger und flohen“ aus Matthäus 26,56 gehören zu den bewegendsten Sätzen der Passionsgeschichte Jesu. Sie stehen am Ende der Schilderung seiner Verhaftung im Garten Gethsemane. Kurz zuvor hatten die Jünger noch ihre Treue beteuert und versprochen, Jesus auch in schwierigen Zeiten nicht…

  • Der Verräter schläft nicht nach Matthäus 24,14-16 Die Redewendung „Der Verräter schläft nicht“ beschreibt die Erfahrung, dass Gefahren, Intrigen oder untreue Menschen oft dann wirken, wenn man sie am wenigsten erwartet. Sie mahnt zur Wachsamkeit und erinnert daran, dass Vertrauen zwar wichtig ist, aber nicht mit Leichtgläubigkeit verwechselt werden darf. Obwohl die Wendung nicht wörtlich…

  • Neuen Wein in alte Schläuche füllen aus Matthäus 9,17 Der Ausdruck „neuen Wein in alte Schläuche füllen“ aus Matthäus 9,17, stammt aus einer bildhaften Aussage von Jesus Christus. Er verwendet ein alltägliches Bild aus der damaligen Zeit, um eine grundlegende Einsicht über Veränderung und Erneuerung zu vermitteln. In der Antike wurde Wein in Tierhäuten, sogenannten…

  • Arbeiten im Weinberg des Herrn aus Matthäus 20; Jesaja 5,7 Der Ausdruck „Arbeiten im Weinberg des Herrn“ hat seine biblische Grundlage in der Bibel, insbesondere im Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Matthäus 20) sowie im Bild des Weinbergs in Jesaja 5,7 im Jesaja. Der „Weinberg des Herrn“ steht dabei symbolisch für das Volk Gottes,…

  • Sie hat ein gutes Werk an mir getan; ein gutes Werk tun Mt 26,10 Die Worte „Sie hat ein gutes Werk an mir getan“ stammen aus dem Matthäusevangelium (Mt 26,10). Jesus spricht sie im Zusammenhang mit einer Szene, in der eine Frau ihn mit sehr kostbarem Öl salbt. Während einige Anwesende dieses Verhalten kritisieren und…

  • Eine Wohltat vergelten oder Gutes vergelten aus Matthäus 5,46-47 Die Frage, wie Menschen auf empfangene Wohltaten reagieren sollen, gehört zu den grundlegenden Themen menschlichen Zusammenlebens. Dankbarkeit und Gegenseitigkeit gelten in nahezu allen Kulturen als wichtige Tugenden. Im Matthäusevangelium greift Jesus diesen Gedanken auf und führt ihn zugleich über die gewöhnlichen menschlichen Maßstäbe hinaus. In Matthäus…

  • Ein Wolf im Schafspelz nach Matthäus 7,15 Die Redewendung „ein Wolf im Schafspelz“ gehört zu den bekanntesten Bildern der Bibel. Sie geht auf die Worte Jesu in der Bergpredigt zurück. In Matthäus 7,15 warnt er seine Zuhörer: „Hütet euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind.“ Mit…

  • Wölfe in Schafskleidern aus Matthäus 7,15 Die Worte „Wölfe in Schafskleidern“ stammen aus der Bergpredigt Jesu und gehören zu seinen eindringlichsten Warnungen. In Matthäus 7,15 sagt Jesus: „Hütet euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reißende Wölfe sind.“ Mit diesem Bild beschreibt er Menschen, die nach außen hin vertrauenswürdig…

  • Haltet euch an meine Worte, nicht an meine Werke aus Matthäus 23,3 Die Redewendung „Haltet euch an meine Worte, nicht an meine Werke“ geht auf eine Aussage Jesu im Matthäusevangelium zurück. In Matthäus 23,3 spricht Jesus über die Schriftgelehrten und Pharisäer und sagt zu seinen Zuhörern: „Alles nun, was sie euch sagen, das tut und…

  • Viele Worte machen nach Sir 7,14, Koh 5,1, Mt 6,7-8 Die menschliche Sprache ist ein großes Geschenk. Durch Sprache und ihre Wörter werden Gedanken ausgetauscht, Beziehungen gepflegt und wichtige Wahrheiten vermittelt werden. Zugleich warnt die Bibel immer wieder vor einem unbedachten oder übermäßigen Gebrauch von Worten. Die Weisheitsbücher des Alten Testaments und die Lehre Jesu…

  • Die Zeichen der Zeit erkennen nach Matthäus 16,3 Die Redewendung „Die Zeichen der Zeit erkennen“ geht auf eine Aussage Jesu im Matthäusevangelium zurück. In Matthäus 16,3 sagt er zu den Pharisäern und Sadduzäern: „Des Himmels Aussehen könnt ihr beurteilen; könnt ihr dann nicht auch die Zeichen der Zeit beurteilen?“ Mit diesen Worten kritisiert Jesus die…