Schlagwort: Markus

  • Etwas fällt auf guten oder schlechten Boden

    „Etwas fällt auf guten oder schlechten Boden“
    Eine Betrachtung von Markus 4,8


    In Markus 4,8 spricht Jesus in einem Gleichnis über das Säen von Samen. „Einige Samen fallen auf guten Boden und bringen Frucht, andere fallen auf schlechten Boden und bringen nichts“. Diese Geschichte ist Teil des Gleichnisses vom Sämann, das Jesus nutzt, um wichtige geistliche Wahrheiten zu vermitteln. Der Samen steht symbolisch für Gottes Wort, während der Boden das Herz und die Lebensumstände der Menschen repräsentiert. Je nachdem, wie offen, vorbereitet oder widerständig das Herz ist, kann Gottes Wort Früchte tragen oder ungenutzt bleiben.

    Der Vers macht deutlich, dass die Wirkung von Gottes Wort nicht automatisch ist. Wenn es auf einen guten Boden fällt – also auf Menschen, die offen, bereit und empfänglich sind – wächst es, entwickelt sich und bringt reiche Früchte. Das kann sich im Leben der Menschen in Form von Mitgefühl, Gerechtigkeit, Liebe oder innerer Transformation zeigen. Auf schlechten Boden hingegen, wie harte, steinige oder von Dornen überwucherte Herzen, prallt das Wort ab oder wird erstickt. Es bleibt wirkungslos, weil die Menschen nicht bereit sind, es aufzunehmen oder es durch äußere Umstände behindert wird.

    Das Gleichnis lädt dazu ein, über die eigene innere Haltung nachzudenken. Es fordert, das eigene Herz zu prüfen. Bin ich offen für neue Einsichten, bereit, zu lernen und mich verändern zu lassen? Oder bin ich abgelenkt, verschlossen oder gleichgültig? Es geht nicht nur um das bloße Hören, sondern um das bewusste Aufnehmen und Umsetzen dessen, was einem begegnet. Der „gute Boden“ symbolisiert Aufmerksamkeit, Bereitschaft und ein Herz, das bereit ist, Gutes zu empfangen und wachsen zu lassen.

    Darüber hinaus hat das Gleichnis eine zeitlose Bedeutung für das Leben heute. Gottes Wort, Weisheit oder auch gute Impulse können nur dann wirksam werden, wenn wir ihnen Raum in unserem Leben geben. Wie der Samen brauchen sie Geduld, Pflege und die richtige innere Einstellung, um Früchte zu tragen. Gleichzeitig mahnt die Geschichte, äußere und innere Hindernisse zu erkennen, die verhindern, dass Positives wachsen kann, und sich bewusst um einen „guten Boden“ im eigenen Leben zu bemühen.

    Zusammenfassend zeigt Markus 4,8, dass Gottes Wort und gute Impulse nur dann Wirkung zeigen, wenn sie auf Bereitschaft und Offenheit treffen. Die Metapher vom guten und schlechten Boden verdeutlicht, dass die eigene innere Haltung entscheidend für Wachstum, Veränderung und Fruchtbarkeit ist. Sie erinnert daran, dass Menschen selbst Verantwortung übernehmen müssen, um ihr Herz empfänglich zu machen, damit Glaube, Weisheit und gute Taten in ihrem Leben gedeihen können.


  • Bis an das Ende der Welt

    Bis an das Ende der Welt Mk 13,24-27

  • Erste werden Letzte sein

    Erste werden Letzte sein“ nach Mt 19,29-30; Markus 10,31; Lukas 13,30

    Wie können Erste Letzte sein und Letzte Erste werden?

    Jesus sagt, dass die, die ihm nachfolgen und ihr altes Leben verlassen haben, vielfach belohnt werden. Er betont , dass die, die zur Zeit Erste sind, am Ende Letzte sein. Solche, die Letzte sind, werden Erste sein (Mt 19,29.30). Jesus wiederholt diese Mahnung von der Umkehrung der Rangfolge im Zusammenhang mit dem Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Mt 20,16).

    Bei einer anderen Gelegenheit fragt Petrus, was aus den Jüngern werden soll, die so vieles aufgegeben haben. Jesus antwortet darauf, dass denen, die ihr Leben drangegeben haben, ein vielfacher Lohn werden soll. Er mahnt wieder, dass Erste auch Letzte werden und Letzte Erste werden können (Markus 10,28-31).

    Ebenso in dem Gleichnis von der engen Pforte und der verschlossenen Tür mahnt Jesus, dass Erste Letzte und Letzte Erste sein werden. (Lk.13,22-30).

    Aus der Mahnung des Jesus von Nazareth wird im deutschen Sprachraum ein geflügeltes Wort, das geistliche wie weltliche Interpretationen zulässt.

    Umkehrung der Reihenfolge

    Mit Schadenfreude oder Ironie wird gerne die Umkehrung einer Reihenfolge festgestellt. Wenn z.B. ein Zug die Richtung wechselt, dürfen diejenigen, die bisher vorne dabei waren, nach der Richtungsänderung hinterherlaufen. Oder wenn Gäste, die als Letzte oder gar verspätet eintreffen, die Ersten am Buffet sind.

    Lernende, die mit einem Fach gar nichts anfangen können, glänzen in anderen. Schüler, die z.B Biologie nicht können, werden dann doch passable Gärtner.

    Andererseits können auch Menschen, die sich für sehr wichtig und privilegiert halten, ihre Position verlieren. Andere, die vorher eine bescheidene Rolle spielten, können dann aufsteigen. Wer sich in seinem Leben immer an vorderer Stelle sieht, könnte in einer anderen Daseinsform oder Weltordnung enttäuscht werden durch eine weniger beachtete Rangstufe. Und wer sich im Diesseits in Demut zu üben gelernt hat, wird später durch eine gehobene Position belohnt.

    Das Sprichwort warnt vor hochmütiger Anspruchshaltung und mahnt zur Bescheidenheit. Es ermuntert, auf Gerechtigkeit zu hoffen und an eine neue Ordnung zu glauben, in der Schwache geschützt werden.

    Die Zusage, dass Letzte Erste werden, ermutigt, an die Wahrheit und den Sinn zu glauben von sozialer Gerechtigkeit, von Demut und von der Hoffnung für Benachteiligte. Aber die Zusage ermuntert auch, an die Strebsamkeit zu glauben. Die Zusage ermuntert, an die Durchlässigkeit der Gemeinschaft von unten nach oben, die auch die Letzten durch ihren Fleiß, ihren Einsatz und ihre Arbeit (nicht nur am Werk Gottes!) und durch Gottes Gnade und Seinen Segen Erste werden lässt.

  • Wer da hat, dem wird gegeben

    Wer da hat, dem wird gegeben Matthäus 13,12; 25,29; Markus 4,25; Lukas 8,18; 19,26;

  • Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.

    Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach. Mt 26,41; Markus 14,38

  • Der Glaube kann Berge versetzen

    Der Glaube kann Berge versetzen 1 Kor 13,2; Mt.17,20; 21,21; Markus 11,23

  • Der Glaube macht selig

    Der Glaube macht selig Markus 16,16

  • Wer’s glaubt, wird selig

    Wer’s glaubt, wird selig Mk 16,16

  • Von Gott verlassen

    Von Gott verlassen Psalm 22,2; Matthäus 27,46; Markus 15,34

  • Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht trennen

    Was Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht trennen. Matthäus 19,6; Markus 10,9

  • Eine Judas, Judaskuss, Judaslohn bekommen

    Eine Judas, Judaskuss, Judaslohn bekommen Matthäus 26,14-16;46-49; Markus 14,43-45; Lukas 22,3-6.47-48; Johannes 18,2-3

  • Dem Kaiser geben, was des Kaisers ist

    Dem Kaiser geben, was des Kaisers ist Matthäus 22,21b; Markus 12,17; Lukas 20,25

  • Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr

    Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr Matthäus 19,24, Markus 10,25, Lukas 18,25

  • Möge diesen Kelch an mir vorübergehen

    Möge diesen Kelch an mir vorübergehen Matthäus 26,39,42; Markus 14,36; Lukas 22,42

  • Sein Kreuz auf sich nehmen

    Sein Kreuz auf sich nehmen Matthäus 10,38, 16,24; Markus 8,34; 10,21; Lukas 9,23; 14,27; Joh. 19,17

  • Ihre Zahl ist Legion

    Ihre Zahl ist Legion Markus 5,9; Lukas 8,30

  • In den letzten Zügen liegen

    In den letzten Zügen liegen Markus 5, 23

  • Mit dem Maß, mit dem ihr messet, wird man euch wieder messen

    Mit dem Maß, mit dem ihr messet, wird man euch wieder messen. Lukas 6,38; Mt. 7,2; Markus 4,24

  • Was zum Munde hereingeht, das verunreinigt den Menschen nicht

    Was zum Munde hereingeht, das verunreinigt den Menschen nicht. Matthäus 15,11; Markus 7,15

  • Sich selbst der Nächste sein

    Sich selbst der Nächste sein Markus 12,31, 5. Mose 6,5; 3. Mose 19,18

  • Der Prophet gilt nichts im eigenen Land

    Der Prophet gilt nichts im eigenen Land Mt. 13,57; Markus 6,4; Lukas 4,24

  • Sein Scherflein beisteuern

    Sein Scherflein beisteuern Mk 12,41-44, Lukas 21,2

  • Nicht wert sein, einem die Schuhriemen zu lösen

    Nicht wert sein, einem die Schuhriemen zu lösen. Markus 1,7; Lukas 3,16; Johannes 1,27; Apostelgeschichte 13,25

  • Die Starken bedürfen des Arztes nicht

    Die Starken bedürfen des Arztes nicht. Matthäus 9,12; Markus 2,17; Lukas 5,31

  • Den Staub von den Füßen schütteln

    Den Staub von den Füßen schütteln Matthäus 10,14; Markus 6,11; Lukas 9,5; Apostelgeschichte 13,51