Autor: admin
-
Jeremiade aus den Klageliedern Jeremias Unter einer Jeremiade (Plural: Jeremiaden) verstehen wir heute eine wortreiche, wehleidige Klage oder Jammerrede, verbunden mit der pessimistischen Vorhersage gesellschaftlichen Verfalls. Der Begriff leitet sich von den Klageliedern des biblischen Propheten Jeremia ab und bezeichnet meist eine langatmige Beschwerde. Der Ausdruck „Jeremiade“ geht auf die Tradition der Klage zurück, wie…
-
Geh nach Jericho und lass dir den Bart wachsen. 1.Samuel10,5; 1.Chronik 20,5 Der Satz „Geh nach Jericho und lass dir den Bart wachsen“ wird im Zusammenhang mit 1 Samuel (1. Sam 10,5) und 1 Chronik (1. Chr 20,5) überliefert und steht im Kontext einer redensartlichen oder sinnbildlichen Aufforderung. Wörtlich verstanden wirkt die Anweisung zunächst ungewöhnlich,…
-
Sein (sanftes) Joch auf sich nehmen Mt 11,28-30 Der Satz „sein (sanftes) Joch auf sich nehmen“ aus Matthäus 11,28–30 gehört zu den einladenden Worten Jesu. In diesem Abschnitt lädt Jesus alle ein, die „mühselig und beladen“ sind. Sie sollen zu ihm kommen, um bei ihm Ruhe für ihre Seelen zu finden. Das Bild des „Jochs“…
-
Über den Jordan gehen Jos 1,2; 2 Kg 5,14 Der Ausdruck „über den Jordan gehen“ hat seinen Ursprung in den biblischen Erzählungen des Josua (Jos 1,2 und 2. Könige 5,14). Der Jordan ist dabei ein bedeutender Fluss im Heiligen Land. Er stellt geografisch und symbolisch eine Grenze dar. „Über den Jordan gehen“ bedeutet zunächst ganz…
-
Ein keuscher Josef sein Gen 39,7-10 Der Ausdruck „ein keuscher Josef sein“ bezieht sich auf die Erzählung in Genesis (1. Mose 39,7–10). Joseph gelingt es, der Versuchung durch die Frau seines Herrn zu widerstehen. Sie versucht, ihn zu verführen, doch Josef lehnt entschieden ab und bleibt seiner moralischen und religiösen Überzeugung treu. Keuschheit bedeutet in…
-
Eine Josefsehe führen Mt 22,30 Der Ausdruck „eine Josefsehe führen“ bezieht sich auf die Aussage Jesu bei Matthäus (Mt 22,30). Dort erklärt er, dass es nach der Auferstehung keine ehelichen Beziehungen mehr in der Form gibt, wie sie im irdischen Leben bestehen. Jesus sagt dort, dass die Menschen „wie die Engel im Himmel“ sein und…
-
Nicht ein Jota zurücknehmen Mt 5,18 Der Ausdruck „nicht ein Jota zurücknehmen“ bezieht sich auf die Worte Jesu bei Matthäus (Mt 5,18), wo er betont, dass vom Gesetz nichts vergehen wird, „nicht ein Jota noch ein Strichlein“, bis alles erfüllt ist. Das „Jota“ ist dabei der kleinste Buchstabe im hebräischen Alphabet und steht sinnbildlich für…
-
Alle Jubeljahre einmal 3.Mo. 25,8-10 Der Ausdruck „alle Jubeljahre einmal“ bezieht sich auf die Vorschriften im Leviticus (3. Mose 25,8–10) zum sogenannten Jubeljahr. Nach sieben Sabbatjahren, also nach sieben mal sieben Jahren, wird das fünfzigste Jahr als besonderes Jahr ausgerufen. In diesem „Jubeljahr“ sollen Freiheit, Neuanfang und Ausgleich im Mittelpunkt stehen. Im biblischen Kontext bedeutet…
-
Eine Judas, Judaskuss, Judaslohn bekommen Matthäus 26,14-16;46-49; Markus 14,43-45; Lukas 22,3-6.47-48; Johannes 18,2-3 Der Ausdruck „einen Judas bekommen“, „Judaskuss“ oder „Judaslohn“ geht auf die Ereignisse rund um die Verhaftung Jesu zurück, wie sie in den Evangelien bei Matthäus (Mt 26,14–16; 26,46–49), bei Markus (Mk 14,43–45), bei Lukas (Lk 22,3–6; 22,47–48) und bei Johannes (Joh 18,2–3)…
-
Eine Jugendsünde begehen Ps 25,7 Der Ausdruck „eine Jugendsünde begehen“ steht im Zusammenhang mit Psalms (Ps 25,7), wo der Beter Gott bittet, sich nicht an die Sünden seiner Jugend zu erinnern. Dieser Vers bringt die Einsicht zum Ausdruck, dass frühe Lebensphasen oft von Unreife, Fehlentscheidungen und mangelnder Erfahrung geprägt sind. Eine „Jugendsünde“ bezeichnet dabei ein…
-
Wie die Jungfrau zum Kind Lk. 1,30 Der Ausdruck „wie die Jungfrau zum Kind“ geht zurück auf die Verkündigung der Geburt Jesu bei Lukas (Lk 1,30). In diesem Zusammenhang erscheint der Engel Gabriel bei Mary und kündigt ihr an, dass sie einen Sohn empfangen und gebären wird, obwohl sie keine Beziehung zu einem Mann hatte.…
-
Beim Jüngsten Gericht – Am jüngsten Tag Mt 25, 31-32 Der Ausdruck „beim Jüngsten Gericht“ bzw. „am jüngsten Tag“ bezieht sich auf die Worte bei Matthäus (Mt 25,31–32), wo Jesus eine Endzeitvision beschreibt. Der Menschensohn kommt in seiner Herrlichkeit, begleitet von allen Engeln, und setzt sich auf den Thron seiner Herrlichkeit. Vor ihm werden alle…
-
Einen Kahlkopf haben 2 Kg 2,23-24 Der Ausdruck „einen Kahlkopf haben“ aus 2. Könige 2,23–24 steht in einer Erzählung über den Propheten Elisha. Als Elischa nach Bethel hinaufzieht, begegnen ihm einige junge Leute, die ihn verspotten und ihm zurufen: „Komm herauf, Kahlkopf! Komm herauf, Kahlkopf!“ Darauf reagiert Elischa mit einem Fluch, woraufhin Bären aus dem…
-
Das Kainsmal oder -zeichen ist ein göttliches Zeichen, das ein Schuldiger trägt, und welches ihn schützen soll vor aller Welt und Rache. 1. Mose 4,15 Hintergrund: Die beiden Brüder Kain und Abel opfern ihrem Gott; dabei wird Abels Opfer angenommen, Kains dagegen nicht. Kain sinnt auf Rache und erschlägt schließlich im Zorn seinen Bruder. Damit…
-
Ein Kainszeichen tragen Gen 4,10-15 Das Kainsmal oder -zeichen ist ein göttliches Zeichen, das ein Schuldiger trägt, und welches ihn schützen soll vor aller Welt und Rache. 1. Mose 4,15 Der Ausdruck „ein Kainszeichen tragen“ geht auf die Erzählung in Genesis (1. Mose 4,15) zurück, in der Kain nach dem Mord an seinem Bruder Abel…
-
Dem Kaiser geben, was des Kaisers ist Matthäus 22,21b; Markus 12,17; Lukas 20,25 Der Satz „Dem Kaiser geben, was des Kaisers ist“ stammt aus den Evangelien Matthäus (Mt 22,21b), Markus (Mk 12,17) und Lukas (Lk 20,25). Er geht auf eine Antwort von Jesus Christus zurück. Der wird von Gegnern gefragt, ob es erlaubt sei, dem…
-
Ein fettes Kalb schlachten Lukas 15,23 Der Ausdruck „ein fettes Kalb schlachten“ stammt aus dem Lukasevangelium (Lk 15,23) und gehört zum Gleichnis vom verlorenen Sohn. Jesus Christ erzählt darin von einem Vater, der seinen zurückkehrenden Sohn mit großer Freude empfängt, nachdem dieser sein Erbe verschwendet und in Not geraten ist. Das „fette Kalb“ war in…
-
Um das goldene Kalb tanzen 2. Mose 32,8 Der Ausdruck „um das goldene Kalb tanzen“ geht auf die Erzählung in Exodus (2. Mose 32,8) zurück. In dieser Szene wird beschrieben, was geschieht, während Mose auf dem Berg Sinai verweilt. Das Volk Israel fertigt ein goldenes Kalb als Götzenbild an und betet es auch an. In…
-
Mit fremdem Kalbe pflügen Richter 14,8 Der Ausdruck „mit fremdem Kalbe pflügen“ stammt aus Richter 14,8 und steht im Zusammenhang mit der Geschichte von Samson. In der Erzählung gibt Samson ein Rätsel auf, dessen Lösung seine Gegner durch Drohung und Druck von seiner Frau erlangen. Dadurch verrät sie das Geheimnis an die anderen, und Samson…
-
Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr(Matthäus 19,24, Markus 10,25, Lukas 18,25) Der Ausdruck „eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr“ stammt aus den Evangelien von Matthäus (Mt 19,24), Markus (Mk 10,25) und Lukas (Lk 18,25). Jesus verwendet dieses Bild im Gespräch mit seinen Jüngern, nachdem ein reicher Mann traurig weggegangen ist, weil er seinen…
-
Einen guten Kampf führen 1.Tim.6,12; 2 Tim 4,7-8 Der Ausdruck „einen guten Kampf führen“ stammt aus den Pastoralbriefen des Neuen Testaments, insbesondere aus 1 Timotheus (1 Tim 6,12) und 2 Timotheus (2 Tim 4,7–8). Er wird im Zusammenhang mit dem Apostel Paulus verwendet, der sein Leben und seinen Glaubensweg mit einem Kampf vergleicht. Mit „Kampf“…
-
Unter aller Kanone sein Ez 40,5, Jes 46,5-6.7b-9 Der Ausdruck „unter aller Kanone sein“ wird in der deutschen Alltagssprache verwendet, um etwas als sehr schlecht, mangelhaft oder unzureichend zu bewerten. Die angegebenen Bibelstellen aus Hesekiel (Hes 40,5) und Jesaja (Jes 46,5–6.7b–9) stehen nicht direkt hinter dieser modernen Redewendung. Sie werden aber gelegentlich im Zusammenhang mit…
-
Seinen Katechismus kennen Apg 18,24-26 Der Ausdruck „seinen Katechismus kennen“ lässt sich im Zusammenhang mit Apostelgeschichte 18,24–26 verstehen. Dort wird von Apollos berichtet. Apollos wird dort als ein gebildeter und redegewandter Mann beschrieben, der die Schriften gut kannte und mit großer Überzeugung lehrte. Allerdings war seine Kenntnis zunächst noch unvollständig: Er kannte die Taufe des…